Holthusen : Gemalte Tierliebe

Freuen sich über die erfolgreiche Aktion: Maler Walter Schreiber und Doris Schiemann vom Tierheim.
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Freuen sich über die erfolgreiche Aktion: Maler Walter Schreiber und Doris Schiemann vom Tierheim.

Benefizaktion mit Bildern von Walter Schreiber brachte 800 Euro ein

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12. Februar 2018, 16:00 Uhr

Etwas mehr Geld in der Spendenkasse hätte sich Walter Schreiber schon gewünscht. Doch dass 16 seiner 20 im Holthusener Tierheim ausgestellten Bilder Liebhaber fanden und zugleich dem Tierwohl dienen, erfüllt den 71-Jährigen mit Freude und Stolz. 800 Euro kamen bislang bei der im vorigen Frühjahr gestarteten Benefizaktion zusammen. Vier Bilder, drei Landschaften und ein Stillleben schmücken noch den Eingangsbereich der „Kleinen Oase“ und könnten dafür sorgen, dass der Erlös noch steigt und weiteren Fundtieren in Holthusen geholfen wird.

„Die 800 Euro haben wir gut eingesetzt“, erzählt Tierheim-Chefin Doris Schiemann. Eine Katze mit einem komplizierten Bruch musste operiert werden. Fundhunde wurden kastriert. „Wir konnten in dringenden Fällen schnell und unkompliziert helfen“, fügt Schiemann an. Für die Mitstreiter aus dem Tierheim-Team war es zudem eine neue Erfahrung, einmal nicht Tiere an den passenden, neuen Eigentümer zu vermitteln, sondern Bilder. „Die doppelte Freude war den Spendern anzusehen: Sie waren glücklich, ein Bild mitzunehmen und zugleich Tieren helfen zu können.“ Das zu hören, freut Walter Schreiber sehr. Der 71-jährige Schweriner hat das ja nicht unmittelbar mitbekommen. „Aber genau so wollte ich es haben“, fügt er an. Der ehemalige Graveur und Hobbymaler hatte einen Teil seiner Bilder zur Verfügung gestellt, weil in den eigenen vier Wänden nicht mehr genug Platz war, alle aufzuhängen. Beim Malen ist Walter Schreiber Autodidakt, er hat aber auch schon einen Malzirkel bei der Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft geleitet. Für die Benefizaktion stellte er aber ausschließlich eigene Werke bereit. Zumeist Landschaften aus Mecklenburg, aber auch Stillleben und Stadtansichten. „Da experimentiere ich gern, bringe mit Figuren Leben in die Städte“, erzählt Schreiber. Der Schweriner malt gern auf Leinwand und immer mit Acryl, weil es viel unterwegs ist und diese Farbe schnell trocknet. Ans Aufhören denkt der 71-Jährige übrigens noch lange nicht. „Ich male, um mich zu erholen und zu entspannen.“ Entspannt hat sich vorerst die Platzsituation bei Walter Schreiber. Dass es irgendwann erneut so eine Benefizaktion geben wird, um Platz zu schaffen, schließt er nicht aus: „Aber so einfach oder so schnell, lässt sich das nicht wiederholen.“

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