Interkulturelle Arbeit : Gelebte Integration

Sangen in drei verschiedenen Sprachen: die jungen Talente des „Kinderland“-Chores.
Sangen in drei verschiedenen Sprachen: die jungen Talente des „Kinderland“-Chores.

Verein für kulturelle Jugendarbeit und Integration Kuljugin feiert zehnjähriges Jubiläum und arbeitet seit fünf Jahren mit Jugendclub Bus Stop zusammen

svz.de von
09. November 2015, 16:56 Uhr

Mit lachenden Gesichtern schritten die Mädchen des „Kinderland“-Chores auf die Bühne. Drei Stücke hatten die Nachwuchssängerinnen für die Gäste geplant – in Russisch, Deutsch und Italienisch. Anlass für ihren Auftritt war die Feier zum zehnjährigen Bestehen des Vereins für kulturelle Jugendarbeit und Integration, kurz Kuljugin, im Jugendclub Bus Stop.

Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow gratulierte dem „Geburtstagskind“ und dankte den Verantwortlichen des Vereins für ihre Arbeit: „Ich bin stolz auf Kuljugin. Seit zehn Jahren leisten die Mitglieder wichtige Arbeit zur Integration. Ich kann mich noch ganz genau an den Auftritt auf der Buga im Jahr 2009 erinnern.“ Dimitri Avramenko, der Integrationsbeauftragte der Landeshauptstadt, sprach ebenfalls seine Glückwünsche aus und verwies das Publikum auf ein weiteres Jubiläum. „Seit nun mehr fünf Jahren kooperiert das Deutsche Rote Kreuz in Schwerin hier im Klub Bus Stop mit dem Verein für kulturelle Jugendarbeit und Integration. Ich hoffe, diese Verbindung hält noch für viele weitere Jahre“, so Avramenko.

Igor Peters, Vorsitzender von Kuljugin, kann auf eine bewegte Vergangenheit seines Vereins zurückblicken: Gegründet im Jahr 2005, nahmen am ersten Projekt, dem „Kinderland“-Chor, rund 20 Kinder teil. Im Laufe der Zeit vergrößerten sich die Aktivitäten von Kuljugin; Die Gesangsgruppe „Serenade“, die Sonntagsschule„Matroschka“ oder der Chor „Lebensfreunde“ wurden ins Leben gerufen. Mittlerweile zählt der Verein rund 200 Mitglieder – von drei bis 70 Jahren.

„Unser Ziel ist es, Kunst, Kultur und Bildung zu fördern und für die Völkerverständigung zu sorgen“, erklärte Peters. Wichtig seien dabei interkulturelle Veranstaltungen wie „Väterchen Frost“: Die Mitglieder von Kuljugin organisieren jedes Jahr in den Helios-Kliniken Auftritte von Väterchen Frost und seinem Schneeflöckchen und beschenken Kinder, die die Weihnachtszeit im Krankenhaus verbringen müssen. In Zukunft sollen die erfolgreichen Projekte beibehalten und auch erweitert werden, so der Vorsitzende. „Der Lern- und Entwicklungsprozess geht immer weiter. Wir werden versuchen, auch mit den Flüchtlingen Veranstaltungen zu organisieren.“

Vielleicht singen syrische Kinder dann ja mit im „Kinderland“-Chor.

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