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Neues Feuerwehrauto für Plate : Geld ist da, jetzt heißt es warten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Minister Lorenz Caffier hat für ein neues Fahrzeug 103 333 Euro im Gepäck und will sich auch um die kleinen Sorgen der Plater kümmern

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erstellt am 23.Okt.2017 | 22:25 Uhr

Zwar sind es bis zum Fest noch mehr als 60 Tage, aber gestern war es schon ein bisschen wie Weihnachten bei den Mitgliedern der Platrer Feuerwehr. Innenminister Lorenz Caffier hatte neben einer guten Nachricht auch das entsprechende Papier mitgebracht: einen Zuwendungsbescheid über 103 333 Euro. Eine wichtige Finanzspritze für die Brandschützer. Denn seit nunmehr vier Jahren sprechen sie über die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs. Derzeit rücken die Plater mit einem LF8/6 aus. Viele Einsätze erfordern aber gerade auf technischer Ebene mehr. „Wir sichern einen Teil der Autobahn ab. Jetzt haben wir einen Tank mit gerade einmal 600 Litern. Beim neuen Fahrzeug wären es 2000“, erklärt Wehrführer Andreas Dauck. Denn geplant ist es, für die Plater Feuerwehr ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug anzuschaffen – ein HLF 10 soll es werden. Kosten von rund 300  000 Euro, die die Wehr nicht allein aufbringen kann. Und so gibt es Unterstützung auf kommunaler wie auch Landes- und Kreis-Ebene. Die Gemeinde Plate gibt 156  000 Euro, weitere 50  000 der Landkreis und 103  333 Euro brachte gestern Caffier mit. „Wir erhoffen uns durch den Verkauf des jetzigen LF8/6 das restliche Geld zusammen zu bekommen“, erklärte Maik Wolpert vom Amt Crivitz. Er ist zuständig für den Brandschutz auf Amtsebene und freut sich, dass die finanzielle Seite des Vorhabens geklärt ist. Oder zumindest fast. Denn noch steht eine schriftliche Zusage für die Kostenübernahme des Landkreises aus, aber dann könne es, so Wolpert, mit der Ausschreibung losgehen. Plates Bürgermeister Ronald Radscheidt ist mächtig stolz auf die Leistungen seiner Wehr und betonte auch noch einmal, dass die Gemeinde die Arbeit der Brandschützer und deren Nachwuchsarbeit sehr schätzt. „Es ist erstaunlich, dass es eine Warteliste für die Mitgliedschaft in der Jugendwehr gibt“, sagte Radscheidt.

Für die Plater beginnt jetzt allerdings das lange Warten. Wolpert rechnet mit einer Lieferzeit von bis zu zwei Jahren. „Die Wagen werden eigens nach Wunsch jeder Wehr angefertigt, das dauert“, ergänzt er. Auch wenn sich die Brandschützer nun in Geduld üben müssen, ist die Stimmung freudig. Auf die Frage des Ministers, welche Probleme die Plater noch gern geklärt wollen wissen, gab es zunächst Schweigen. Das hielt aber nicht lange an. Denn neben den eigenen Kameraden, waren auch Vertreter der Amtswehrführung vor Ort. Eine kleine Sorge, mit der sich derzeit aber auch andere Wehren plagen, ist die medizinische Untersuchung: lange Wege wie auch Wartezeiten strapazieren das Ehrenamt. Und die finanzielle Ausstattung für den Nachwuchs, neue Einsatzkräften und das Thema Uniformen wurden gestern Vormittag mit dem Innenminister diskutiert. Lorenz Caffier versprach, die Themen mitzunehmen und auch Lösungen zu suchen.

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