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Zeitung für die Landeshauptstadt

18. August 2017 | 18:34 Uhr

SAS will jetzt Geld : Gelbe Tonnen werden Luxus

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Am Stadtrand werden Behälter für Verpackungen mit dem grünen Punkt nicht mehr kostenlos abgefahren

Die Diskussion um die Abfallentsorgung nimmt kein Ende. In der SVZ-Redaktion riefen zu diesem Thema viele Leser an. Sie sind erbost darüber, dass sie für ihre Gelbe Tonne, die sie bisher für die Entsorgung so genannter Leichtverpackungen kostenlos nutzen konnten, jetzt 7,14 Euro pro Jahr bezahlen sollen. Nicht viel Geld, so die Aussagen unisono. Nur warum wird plötzlich diese zusätzliche Gebühr erhoben? Eine den Bürgern einleuchtende Begründung wurde offenbar nicht gegeben.

Für die Entsorgung von Leichtverpackungen gilt in Schwerin die Abfallsatzung. Die legt auch fest, in welchem Stadtteil wie zu verfahren ist. Für die Innenstadt werden Gelbe Tonnen bereitgestellt, an der „Peripherie“ sollen Gelbe Säcke genutzt werden – in jedem Falle kostenlos für die Bürger. Dass auch am Stadtrand Gelbe Tonnen aufgestellt und ohne Gebühr abgefahren wurden, geschah „freiwillig“. Doch die beauftragte Schweriner Abfallentsorgungs- und Straßenreinigungsgesellschaft (SAS) schaut aufs Geld. Gerade in den Neubaugebieten wie in Neumühle stehen immer mehr der gelben Behälter. Doch die Entleerung einer Gelben Tonne dauert länger und ist damit teurer, als einen Gelben Sack aufs Müllauto zu werfen. Deshalb die 7, 14 Euro.

„Das ist ein rein privatrechtlicher Vertrag zwischen dem Bürger und der SAS“, sagt Ilka Wilczek, Werkleiterin der Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen (SDS). Der städtische Betrieb ist für die Müllentsorgung zuständig und beauftragte die SAS. „Im Stadtzentrum gibt es die Gelbe Tonne kostenlos und am Stadtrand die gelben Säcke.“ So ist es mit dem Dualen System Deutschland (DSD), dass für die Entsorgung aller Verpackungen mit dem Grünen Punkt verantwortlich ist, vereinbart. „Wer statt der Säcke eine Tonne will, muss bezahlen“, so Wilczek. Allerdings hätte sie sich gewünscht, dass die SAS die neue Gebühr mit der Stadt erst mal besprochen hätte. „Darum hatten wir gebeten, aber die SAS hat nicht mit uns geredet.“

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erstellt am 07.Jan.2014 | 23:02 Uhr

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