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Stadt Schwerin stellt Müllabfuhr um : Gelbe Tonnen für alle

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Die Schweriner sind in der Abfalltrennung vorbildlich - so sehr, dass sich wieder eine Gelbe Tonne für jeden Haushalt lohnt. Das erklärt Hans-Dieter Matlachowski, Bereichsleiter für Abfallwirtschaft bei den SDS.

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erstellt am 14.Dez.2012 | 07:43 Uhr

Schwerin | Die Schweriner sind in der Abfalltrennung vorbildlich - so sehr, dass sich wieder eine Gelbe Tonne für jeden Haushalt lohnt. Das erklärt Hans-Dieter Matlachowski, Bereichsleiter für Abfallwirtschaft bei den SDS. "Wir wollen das System vereinfachen und die Wege verkürzen. Den Schweriner kostet die Umstellung keinen Cent." Mit dem Kauf von Konsumartikeln bezahle der Bürger bereits die Entsorgung dieser Verpackungsanteile, das sichere auch ein Vertrag zwischen Schwerin und dem Dualen System Deutschland ab.

Mit der Umstellung werden im kommenden Jahr etwa 110 der mehr als 140 so genannten Wertstoffsammelplätze im Stadtgebiet eingestampft. Ein weiterer Grund: Weil die Abfallmengen zunehmen, verschmutzen diese Anlagen auch immer mehr. Wie der an der Schelfkirche, "den wir sieben Mal pro Woche gereinigt haben", sagt Matlachowski.

Papier, Glas und Verpackungen - wird das dann bald alles direkt vor der Haustür abgeholt? "Nein", sagt der Abfallexperte. "Das betrifft vor allem den Grünen Punkt." Hier soll die Mehrzahl der 63 000 Haushalte in der Landeshauptstadt auf eigene Tonnen und Gelbe Säcke umgestellt werden. Bei einer Umfrage im Jahr 2006 hatten sich bereits mehr als 93 Prozent der Schweriner Eigentümer bereit erklärt, eigene Sammel gefäße - Gelbe Tonne oder Gelber Sack - auf ihre Grundstücke zu stellen. Diese müssen dann regelmäßig mit den Restmülltonnen für die Abholung vor die Tür gekarrt werden.

Großcontainer für Papier wird es weiterhin geben, auch wenn viele bereits eigene Blaue Tonnen haben. Auch Glas wird weiter zentral gesammelt. "Allerdings sorgen immer mehr Pfandflaschen und Tetrapacks dafür, dass weniger Glasmüll anfällt", sagt Matlachkoswki. Dagegen gebe es die Biotonnen seit Jahren für jeden Haushalt, die Kosten werden über die Müllgebühren gedeckt. 93 Prozent der Haushalte würden das Angebot wahrnehmen.

In neuen Wohngebieten wie in Warnitz, Friedrichsthal und Neumühle funktioniert das haushaltsnahe System bereits. "Wir wollen nun das bestehende Doppelsystem aus Großcontainern und haushaltsnaher Abholung optimieren", erklärt Matlachowski. Das bedeutet: weniger Sammelplätze. Die größeren Wohngesellschaften sind seit Längerem gegen die zentralen Sammelstellen - wegen der Verunreinigung. "Im Innenstadtbereich mit enger Wohnbebauung ist das ein wenig komplizierter", sagt der Bereichsleiter weiter. Aber auch hier werden sich Lösungen finden.

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