Drama auf dem See : Gekentert, geschwommen, gerettet

Das Kanu kenterte nahe   Ziegelwerder, die beiden Verunglückten schwammen   ans Ufer  in Richtung Raben   Steinfeld.
Das Kanu kenterte nahe Ziegelwerder, die beiden Verunglückten schwammen ans Ufer in Richtung Raben Steinfeld.

Erster Bootsunfall in der junger Saison auf dem Schweriner See: Vater und Sohn schaffen es ans Ufer bei Raben Steinfeld

svz.de von
21. März 2014, 23:48 Uhr

Die Entscheidung, in Richtung Raben Steinfeld zu schwimmen, hat den beiden Männern, die am Donnerstagnachmittag mit ihrem Kanu nahe der Insel Ziegelwerder gekentert waren, vermutlich das Leben gerettet. Denn am Festland standen schon Rettungskräfte bereit, um die durchnässten Männer in Empfang zu nehmen und zu versorgen. Vater und Schon, Anfang 70 bzw. Anfang 40, waren unterkühlt und kamen sofort ins Schweriner Klinikum. Am Abend ging es beiden schon wieder so gut, dass sie aus dem Krankenhaus entlassen werden konnten.

„Das war der erste größere Bootsunfall auf dem Schweriner See in diesem Jahr. Und der ging zum Glück glimpflich zu Ende“, sagt Thomas Holz, Inspektionsleiter der Wasserschutzpolizei Schwerin. Das Wagnis der Verunglückten, nicht ans nahe Ufer der unbewohnten Insel Ziegelwerder zu schwimmen, sondern die deutlich längere Strecke bis Raben Steinfeld in Angriff zu nehmen, sei mutig, aber richtig gewesen, schätzt Thomas Holz ein. „So konnte den Männern viel schneller geholfen werden.“ Vater und Sohn waren durch das unfreiwillige Bad im nur fünf Grad warmen Wasser des Schweriner Sees durchnässt und unterkühlt. Geistesgegenwärtig hatten sie jedoch die Luftsäcke, die nach einem Kentern das Kanu über Wasser halten sollen, als Schwimmhilfen genutzt. Das Kanu selbst sank. Die Beamten der Wasserschutzpolizei haben es bislang auch noch nicht gefunden.

Nach ersten Erkenntnissen soll das Kanu rund 100 Meter südöstlich vor der Insel Ziegelwerder gekentert sein. Unklar ist auch noch, wie es am Donnerstag bei herrlichem Frühlingswetter zu diesem Bootsunfall kommen konnte. Die beiden Verunglückten, die aus dem Umland stammen, müssen noch befragt werden, betont Thomas Holz.

Zu Bootsunfällen auf dem Schweriner See kommt es 20 bis 30 Mal im Jahr. Die auf der Schwaneninsel stationierte Wasserschutzpolizei arbeitet bei Rettungs- und Hilfseinsätzen auf dem Wasser eng mit der Schweriner DRK-Wasserwacht für den Innensee und der in Bad Kleinen ansässigen DLRG für den Außensee zusammen.

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