zur Navigation springen
Zeitung für die Landeshauptstadt

18. November 2017 | 07:49 Uhr

Schwerin : Gehwege sollen besser werden

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Experten nahmen Schwerins Gehwege unter die Lupe, gaben ihnen Noten und empfehlen, was am besten zu tun ist

von
erstellt am 10.Sep.2016 | 16:00 Uhr

Die Stadt will ihre Gehwege auf Vordermann bringen. Nachdem vor wenigen Jahren das Straßenunterhaltungskonzept verabschiedet wurde, sind jetzt die Gehwege dran. Ähnlich wie die Fahrbahnen wurden sie in den vergangenen zwei Jahren alle genau unter die Lupe genommen und bekamen Noten von 1 (sehr gut) bis 4 (schlecht). „Diese Bewertung mündet in eine Maßnahmenliste für die kommenden Jahre“, erklärt Axel Kabe, bei den Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen (SDS) zuständig für die Straßenunterhaltung. Dieses Gehwegskonzept wird in wenigen Wochen den Stadtvertretern zur Entscheidung vorgelegt. Denn in letzter Konsequenz sind sie es, die darüber entscheiden, welche Wege wann saniert werden.

In vielen Fällen reicht einfaches Ausbessern nicht mehr aus. „Wir bekommen das Geld dafür aus dem städtischen Haushalt und konkurrieren da zum Beispiel mit Schulen oder Kitas“, sagt SDS-Werkleiterin Ilka Wilczek. „Unser Eindruck ist: Nachdem wir das Straßenunterhaltungskonzept vorgelegt hatten, gab es bei den Politikern ein stärkeres Bewusstsein für die Notwendigkeit der Sanierungen. Wir hoffen, dass das bei den Gehwegen auch so sein wird.“

Bei den Bürgern gibt es dieses Bewusstsein schon längst. Immer wieder beklagen sich Leser am „Heißen Draht“ über den miserablen Zustand der Wege in ihrem Wohngebiet. Vor allem ältere Damen, die mit dem Rollator unterwegs sind, bleiben in Kies-Rillen stecken, stoppen an hochgedrückten Platten. Diese Anrufe kennen auch die SDS-Mitarbeiter. Weststadt, Lankow und Mueßer Holz gehören zu den größten Sorgenkindern, so Wilczek. Und der Große Moor. „Aber der wird bald komplett saniert und auch der Gehweg neu angelegt“, sagt Axel Klabe. In der Weststadt seien vor allem die Wurzeln der Bäume Schuld am schlechten Zustand der Bürgersteige. „Da müssen wir zwischen unterschiedlichen Interessen abwägen, denn auch die Bäume haben einen Wert“, sagt Ilka Wilczek. „Die können und wollen wir nicht einfach wegnehmen.“ Rollatoren mit größeren Reifen, die kleine Hindernisse einfach überrollen, wären aus ihrer Sicht die beste Lösung des Problems.

Die SDS bewirtschaftet in Schwerin ein Straßennetz von 350 Kilometern. Etwa 250 000 Euro hat sie jährlich für die Instandhaltung der Gehwege zur Verfügung, überprüft sie regelmäßig. Sicherheit hat dabei oberste Priorität. „Weil wir an die Kosten denken müssen, bessern wir gerne mit Betonplatten aus“, sagt Klabe. „Die sind günstig und funktional.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen