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Zeitung für die Landeshauptstadt

18. Oktober 2017 | 00:37 Uhr

Schweriner Liebe : „Gegenseitig großzügig sein“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ursula und Artur Schmidt verraten ihr Geheimnis für eine lange Ehe

von
erstellt am 12.Mai.2016 | 16:00 Uhr

Knapp 30 junge und etwas ältere Leute feiern heute gemeinsam mit Artur und Ursula Schmidt die Eiserne Hochzeit. Zwei Kinder, vier Enkelkinder und drei Urenkel kommen mit ihren Partnern, dazu Verwandtschaft aus nah und fern. 83 und 86 Jahre sind die „Brautleute“ inzwischen und stehen noch mitten im Leben – auch wenn Artur Schmidt dreimal die Woche zur Dialyse muss. „Gegenseitig großzügig sein“, das ist ihr Rezept für eine so lange Ehe.

Beim Tanzen in Güstrow lernten sich die beiden kennen, und zwar am 16. Juli 1949. „Das war ein Betriebsfest der Bahn, ich war mit Tante und Onkel dort“, erinnert sich Ursula Schmidt. „Du warst damals 16 und ich 20“, fügt ihr Mann lächelnd hinzu. Er stammt aus Preßburg und kam als Flüchtling nach Güstrow. Auf den ersten Tanz folgten viele Verabredungen, 1950 verlobten sich die beiden, im Mai 1951 wurde geheiratet – sogar kirchlich im weißen Brautkleid von der Schwägerin. Artur Schmidt hatte das Handwerk des Zimmermanns gelernt, begann aber am 1. April 1950 seinen Dienst bei der Berufsfeuerwehr in Güstrow. An der Hochschule ließ er sich in den nächsten Jahren zum Brandschutzingenieur ausbilden, wurde 1961 nach Schwerin versetzt. Die junge Familie mit inzwischen einem Sohn und zwei Töchtern zog in die Clara-Zetkin-Straße und verlebte dort „sehr glückliche Jahre“. Ursula Schmidt arbeitete beim Fleischkombinat.

Anfang der 90er-Jahre zog das Paar nach Krebsförden, genoss die Rente mit Reisen, Fotografieren, Kreuzworträtseln und Computer. Das Spielen mit Enkeln und Urenkeln kam dabei aber nie zu kurz.

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