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Zeitung für die Landeshauptstadt

24. September 2017 | 08:56 Uhr

Schwerin : Gefahr für das Filmkunstfest?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Stadtvertreter befürchten, dass mit der Neuordnung der Film- und Medienförderung die Veranstaltung aus Schwerin verschwindet.

von
erstellt am 20.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Wird das Filmkunstfest auch in den kommenden Jahren noch in der Landeshauptstadt stattfinden? In der Stadtvertretung gibt es ernsthafte Bedenken, dass die Veranstaltung mit der Neuordnung der Film- und Medienförderung durch die Landesregierung bald aus Schwerin verschwinden könnte. Deshalb haben sich alle Fraktionen mit einem gemeinsamen Antrag dafür ausgesprochen, dass „anlässlich der seitens der Landesregierung beabsichtigten Neuausrichtung der Film- und Medienförderung in Mecklenburg-Vorpommern die Landeshauptstadt Schwerin als Standort der Filmförderung durch die Filmland MV gGmbH sowie des Filmkunstfestes“ erhalten bleibt. „Der Oberbürgermeister wird beauftragt, sich in diesem Sinne gegenüber der Landesregierung mit allem Nachdruck für den Standort Schwerin und damit für den Erhalt erfolgreich etablierter Strukturen einzusetzen.“

Silvio Horn, Fraktionschef der Unabhängigen Bürger spricht von einer „realen Gefahr“. „Auch Wismar steht als Standort der Filmförderung und der Drehortförderng im Gespräch.“ Und die Abgabe der Drehstandortbewerbung an eine neue Fördergesellschaft würde die Filmland MV gGmbH zwei Stellen kosten. „Das sind zwei erfahrene Mitarbeiter, deren Mitarbeit und Fachkompetenz auch für das Filmkunstfest von großer Bedeutung sind.“

Die Stadtvertreter sprechen sich deshalb dafür aus, dass auch die Filmförderung der Filmland MV übertragen wird.

Helmut Holter von den Linken wies darauf hin, dass mit dem einstimmig gefassten Beschluss dem Oberbürgermeister in den Verhandlungen der Rücken gestärkt wird. „Dieser Beschluss sollte allen Landtagsabgeordneten zugesandt werden, damit sie wissen, wie die Situation ist.“

Bisher ist die Film- und Medienförderung im Bildungsministerium und die wirtschaftliche Filmförderung im Wirtschaftsministerium angesiedelt. Laut Koalitionsvertrag sollen die Aufgaben in der Staatskanzlei gebündelt werden. Die Staatskanzlei trifft derzeitig Überlegungen, die bislang in getrennter Zuständigkeit wahrgenommene wirtschaftliche und kulturelle Filmförderung einschließlich der Drehstandortförderung in einer gemeinnützigen GmbH zusammenzuführen. So sollen die Weichen dafür gestellt werden, dass es künftig mehr heimische Film- und Fernsehproduktionen gibt.

Als Standort der neuen Fördergesellschaft kommt für die Stadtvertreter nur Schwerin in Frage. „Kämpfen Sie wie ein Schweriner Löwe“, forderte Silvio Horn den Oberbürgermeister auf.

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