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Zeitung für die Landeshauptstadt

18. Dezember 2017 | 21:36 Uhr

Ärger in Schwerin : Gefährliches Freizeitvergnügen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

An der Promenade am Ziegelsee feiern nachts Jugendliche und nutzen sie tagsüber auch als Badestelle – zum Ärger der Anwohner

von
erstellt am 21.Aug.2017 | 21:00 Uhr

Sonnenschein und warme Temperaturen – gibt es das Wetter einmal her, nutzen die Jugendlichen das auch aus: „Etwa zehn bis zwanzig Jugendliche baden dann an der Promenade am Ziegelsee – zwischen Munition und ohne Rettungsschwimmer“, berichtet Thomas Engel am „Heißen Draht“. „Das ist gefährlich. Irgendwann ertrinkt hier jemand. Es ist nur eine Frage der Zeit“, so Engel. Der Stadt ist das Problem bereits bekannt: „Es handelt sich hier um keine ausgewiesene Badestelle. Eine solche ist auch nicht vorgesehen.“ Außer an öffentlichen Badestellen, wie etwa in Zippendorf, werden die Seen nicht explizit zum Baden freigegeben. Jeder, der dort badet, macht es auf eigene Gefahr. Die Stadt sieht keinen Handlungsbedarf und auch ein Badesverbotsschild soll laut einer Sprecherin der Stadt nicht aufgestellt werden.

„Aber das ist ja nicht das einzige Problem“, sagt Engel. Nachts feierten die Jugendlichen an der Promenade, hörten laut Musik und würden Alkohol trinken . „Den Unrat lassen sie liegen.“ Im Fachdienst Ordnung seien bisher keine Beschwerden aufgelaufen. Ein Streifendienst würde in unregelmäßigen Abständen auch dieses Gebiet ablaufen. Sofern sich die Mädchen und Jungen allerdings nachts an der Promenade aufhalten, wäre die Polizei zuständig. „Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) ist dann nicht mehr im Dienst“, begründet die Sprecherin.

„Aber was ist mit dem Müll? Den räumen nämlich die Anwohner weg und nicht die SAS“, ärgert sich der Schweriner. Nach Angaben der Stadt, werden die Papierkörbe durch die Schweriner Abfallentsorgungs- und Straßenreinigungsgesellschaft (SAS) einmal wöchentlich geleert und seien dann meistens nur halbvoll. „Es steht also ausreichend Volumen zur Verfügung“, betont die Stadtsprecherin. Außerdem werde der Unrat, der sich neben den Behältnissen befindet, auch entfernt.

Und noch ein Anliegen brennt Thomas Engel am „Heißen Draht“ auf den Nägeln: „Die Jugendlichen nutzen die Bänke als Rampe und befahren sie mit ihren Skateboards.“ An vielen Bänken wurden bereits Halterungen angebracht, die dieses verhindern sollen. Diese hätten sich nach Ansicht der Stadt auch bewährt. „Es gibt nur noch sehr wenige Betonelemente ohne Halterungen“, betont die Sprecherin auf SVZ-Nachfrage. Der Sachverhalt werde nun geprüft und gegebenenfalls nachgebessert.


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