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StraSSenlampen in Schwerin : Gefährliche Lampen kommen weg

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Stadt ersetzt defekte Betonmasten der Straßenbeleuchtung und will die Umrüstung auf LED-Technik in diesem Jahr abschließen

von
erstellt am 06.Mär.2017 | 23:02 Uhr

„Hiermit möchte ich Sie über den äußerst bedenklichen Zustand der Betonmasten für die Straßenbeleuchtungen entlang der Perleberger Straße/Ecke Stralsunder Straße in Neu Zippendorf in Kenntnis setzen.“ Das schreibt SVZ-Leser Norbert Höfs und schickt gleich viele Beweisfotos mit. An manchen Masten ist der verrostete Bewehrungsstahl zu sehen, andere haben am Fuß mehrere Risse, bei wieder anderen ist der Lampenkopf nur noch rudimentär vorhanden. „Mehrmalige Informationen an das Internetportal Klarschiff Schwerin liefen ins Leere. Entweder wurden falsche oder vertröstende Informationen zur Beseitigung der Gefahrenquelle gegeben.“ Höfs fühlt sich nicht ernst genommen. „Scheinbar fühlte man sich nicht befugt, die Gefahrenquelle an die zuständigen Behörden weiterzuleiten.“ Der Schweriner will keine Panik verbreiten. „Als gelernter Betonbauer kann ich den schlechten Zustand einiger der Betonmasten aber gut einschätzen.“
Da die Bewehrung schon zu sehen ist, rostet dieser Stahl und sprengt den Beton ab. Durch diese offenen Stellen dringt Wasser in die Masten ein. In den Wintermonaten sprengt dann das gefrierende Wasser den Beton, was zu immer weiteren Schäden führt. Das Wasser läuft dann im Mast bis in das Bodenfundament und führt dort zu weiteren Schäden, die die Standfestigkeit des gesamten Mastes gefährden. „Der Mast in der Perleberger Straße in Höhe der Nummer 36 ist ein gutes Beispiel“, schreibt Norbert Höfs. „Dieser weist von unten bis oben immense Beschädigungen auf. Augenscheinlich neigt er schon ein wenig.“

SVZ hat im Fachdienst Verkehrsmanagement nachgefragt. Der Leiter der Behörde, Bernd-Rolf Smerdka hat eine gute Nachricht: „Im zweiten Halbjahr ist in allen drei Stadtteilen auf dem Dreesch der Ersatz der so genannten RSL-Lampen vorgesehen. Im Rahmen dieser Maßnahme werden auch schadhafte Betonmasten ersetzt.“

Dass etliche Betonmasten marode sind, ist beim Verkehrsmanagement bekannt. „Allerdings waren in der Bearbeitung Prioritäten zu setzen“, so Smerdka. „Daher waren neben den problematischen Stahlbetonmasten der RSL-Leuchten zunächst vorrangig die Acht-Meter-Stahlbetonmasten mit Ausleger zu erneuern, weil das Gefahrenpotenzial dieser Masten erheblich höher ist.“ So kommen hier Windlasten an den Auslegern stärker zum Tragen.

„Bisher sind im Stadtgebiet zwei Drittel der RSL-Lampen durch solche mit LED-Technik ersetzt worden. „In diesem Jahr soll nun das verbleibende Drittel umgerüstet werden. Auch dabei werden Masten getauscht, die problematisch sind“, sagt Smerdka. „Ich bin froh, dass es in nur drei Jahren gelingen wird, die Probleme der RSL-Leuchten zu lösen.“

Die Umrüstung auf LED-Technik hat einen weiteren Effekt. Die Stadt hat allein im vergangenen Jahr 2 196 000 Kilowattstunden Energie und damit Kosten in Höhe von 446 000 Euro eingespart. Und das Klima wird um 1235 Tonnen CO2 entlastet.

Dass Norbert Höfs mit seiner Beschwerde zu den Betonmasten nicht die von ihm erwartete Resonanz fand, könnte an einem Missverständnis liegen. Bernd-Rolf Smerdka hat sich der Sache noch einmal angenommen. „Der Beschwerdeführer hatte eine fehlende Mastabdeckung kritisiert. Die erforderliche Reparatur wurde sofort veranlasst.“



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