Schwerin : Gefährlich? Radspuren für den Obotritenring

Auf der Lübecker Straße in Schwerin gibt es bereits Radspuren. Nun sollen dieser 1,5 Meter breite Streifen auch auf dem Obotritenring zwischen der Robert-Beltz-Straße und der Von-Flotow-Straße angebracht werden.
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Auf der Lübecker Straße in Schwerin gibt es bereits Radspuren. Nun sollen dieser 1,5 Meter breite Streifen auch auf dem Obotritenring zwischen der Robert-Beltz-Straße und der Von-Flotow-Straße angebracht werden.

Stadt lässt in diesem Monat die Markierungen aufbringen – und dann gilt die neue Verkehrsführung für Fahrradfahrer

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02. Juni 2016, 05:30 Uhr

Lange wurde diskutiert, jetzt wird es ernst. Noch in diesem Monat werden zwischen Robert-Beltz-Straße und Von-Flotow-Straße die Markierungen für den Radstreifen auf beiden Seiten des Obotritenringes aufgetragen. Danach steht den Radfahrern ein eigener geschützter Fahrbahnbereich auf der viel befahrenen Straße zur Verfügung. Das berichtet Baudezernent Bernd Nottebaum auf SVZ-Anfrage.

Der Obotritenring bleibt auch in diesem Abschnitt vierspurig und ist für Autos weiterhin mit Tempo 50 befahrbar. So hatte es die Stadtvertretung beschlossen. „Der Auftrag, weitere verkehrsberuhigende Maßnahmen zu prüfen und zu realisieren, geht auf einen Beschluss der Stadtvertretung aus dem Jahre 2011 zurück“, erklärt der Baudezernent. Das Verfahren sei sehr kompliziert, deshalb die lange Zeit. Nach Studie, Gutachten, Anhörung, Abwägung der Einwände entschied sich die Verwaltung letztlich gegen die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer auf dem Obotritenring (SVZ berichtete).

radler

Die neue Markierung der Fahrbahnen soll so aussehen, dass auf der 3,75 Meter breiten jeweiligen rechten Spur ein Fahrradweg von 1,50 Meter Breite eingezeichnet wird. Es verbleiben 2,25 Meter für die Autos. Benutzen Radfahrer ihren Schutzstreifen, müssen Laster und Busse hinter ihnen bleiben. Die Schutzstreifen sind ein zusätzliches Angebot für Radfahrer. Sie können wählen, ob sie es nutzen oder weiterhin auf dem Gehweg fahren wollen.

Um die Sicherheit der Radfahrer auch beim Linksabbiegen zu gewährleisten, werden vor den Ampeln so genannte Schutzräume eingezeichnet. Dort können sich die Radler aufstellen oder einordnen und dann gemeinsam mit dem fließenden Verkehr abbiegen. Gerade an dieser Lösung hatte die Verwaltung lange gearbeitet, um höchstmögliche Sicherheit zu gewähren. Die Radstreifen sollen laut Stadtverwaltung noch in diesem Monat befahrbar sein.

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