Zu viel Lärm? : Geänderte Buslinie sorgt für Ärger

Freie Fahrt ohne Gegenverkehr. Wenn Autos und Busse sich entgegenkommen wird es allerdings eng.
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Freie Fahrt ohne Gegenverkehr. Wenn Autos und Busse sich entgegenkommen wird es allerdings eng.

Die Linie 7 fährt seit Anfang November auch in der Haselholzstraße – Anwohner beschweren sich über zu viel Lärm und zu enge Straßen

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21. November 2014, 12:00 Uhr

Seit Anfang November gibt es Neuerungen im Fahrplan der Buslinie 7. Neue Haltestellen sind in der Hagenower Straße an der Einmündung Stadionstraße – Haltestelle Osterberg – , in der Haselholzstraße – Haltestelle Langer Berg – und in der Mettenheimerstraße an der Einmündung Wilhelm-Hennemann-Straße entstanden (SVZ berichtete). Dies sorgt nun für gewaltigen Ärger und Unmut bei einigen Anwohnern: „Ich lebe seit fast 50 Jahren in der Haselholzstraße. Früher war es leise – heute ist es nicht mehr zum Aushalten. Gerade die sehr engen Kurven nach der Haltestelle Rosenstraße und Einbiegung Haselholzstraße sind bei Gegenverkehr sehr kritisch“, so Dietrich Wegner.

Werktags fahren 100 Busse der Linie durch das Wohngebiet der Gartenstadt. Am Sonnabend 63 und sonntags 35. „Die Busse sind ausgelastet. In nur einer Woche befördern wir 15 000 Fahrgäste mit der Linie 7. Die neuen Haltestellen wurden sehr gut angenommen“, erklärt Norbert Klatt, Geschäftsführer der Nahverkehr Schwerin GmbH. So sollen an der Haltestelle Langer Berg 165 Einsteiger und 54 Aussteiger im Zeitraum von einer Woche gezählt worden sein. „In der Nähe des Technologiezentrums  sogar 192 Aus- und 165 Einsteiger“, unterstreicht Klatt weiter.

Pflegehelferin Angelika Entrich wohnt auch in der Gartenstadt und freut sich über die neuen Verbindungen: „Ich nutze den Bus häufig. Und dass er jetzt so oft am Tag fährt ist gut.“

Die Straßen sein allerdings nicht für die Mehrbelastung durch die Busse ausgelegt. „Die Straße ist zu schmal. Wenn sich Busse und Autos entgegenkommen, muss eine Partei über den Gehweg fahren. Das ist auch für Fußgänger und Radfahrer gefährlich“, gibt Wegner weiter zu bedenken. Er wünsche sich eine genaue Untersuchung der Mehrbelastungen und hofft, dass auch die Anwohner Gehör finden.

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