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Job mit vielen Chancen : Gastro-Azubis steht die Welt offen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Best Western Hotel Frankenhorst setzt auf qualifizierte Nachwuchsförderung / Branche benötigt dringend Fachkräfte

von
erstellt am 19.Feb.2015 | 21:00 Uhr

„Desserts sind meine Spezialität“, verrät Dennis Herrmann. Der 20-jährige Schweriner macht im Best Western Seehotel Frankenhorst eine Ausbildung zum Koch und erfreut die Gäste gern mit einer guten Mousse au Chocolat. „Als Koch kann man sich auf vielfältige Weise entfalten“, sagt Dennis. Die Arbeit im Schichtsystem und die körperliche Beanspruchung in der Küche nimmt er sportlich. Im dritten Lehrjahr ist der junge Mann mit Realschulabschluss und privater Vorliebe für Königsberger Klopse jetzt, in diesem Sommer wird er seine Prüfung ablegen. Dringend benötigter Nachwuchs für die Gastrobranche.

Seehotel-Direktorin Petra Schmidt hat Dennis denn auch gerne eine Chance gegeben, ihm über eine Art verlängertes Praktikum den Weg in die Lehre geebnet. „Dennis hat die richtige Einstellung zum Beruf“, unterstreicht Schmidt. Die unregelmäßigen Arbeitszeiten – auch am Wochenende und an Feiertagen für die Gäste da sein zu müssen – würden leider immer wieder junge Leute von einer Ausbildung in Hotellerie und Gastronomie abhalten.

Um so wichtiger sei es für die Unternehmen, auf junge Leute zuzugehen, möglichst schon in der Schule, ihnen eine Lehre in einem Restaurant oder an einer Rezeption durch attraktive Bedingungen schmackhaft zu machen, erklärt die Hotel-Chefin, die unter anderem auf Familienfreundlichkeit setzt. So hat sich auch die allein erziehende junge Mutter Julia Ahlheit für eine Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe begeistern lassen. „Ich arbeite gern im Restaurant, der Umgang mit den Kunden macht mir großen Spaß“, sagt die 25-Jährige, die neben der Lehre auch noch genügend Zeit für ihren fünf Jahre alten Sohn findet.

Insgesamt 13 Lehrlinge gibt es derzeit im Seehotel Frankenhorst, im vergangenen Jahr mit dem Ausbildungszertifikat der Schweriner Arbeitsagentur ausgezeichnet. Neben Köchen und Fachkräften im Gastgewerbe werden auch noch Restaurant- und Hotelfachleute ausgebildet. Eine gute Zusammenarbeit gäbe es außerdem mit dem Baltic College in der Landeshauptstadt, berichtet Schmidt. Studenten würden sowohl für Praktika als auch innerhalb eines dualen Studiums ins Hotel kommen.

„Was im Seehotel Frankenhorst für die Ausbildung geleistet wird, ist vorbildlich“, würdigt Arbeitsagentur-Chef Dirk Heyden das Engagement von Petra Schmidt und ihrem Team. Seit Jahren werde überdurchschnittlich viel ausgebildet – Hand in Hand mit der Arbeitsagentur und stets mit sozialem Anspruch, um auch benachteiligten Jugendlichen eine berufliche Perspektive zu eröffnen.

Julia Ahlheit würde auch nach ihrer Lehre gern im Seehotel bleiben. Dennis Herrmann dagegen zieht es nach der Ausbildung zunächst hinaus in die weite Welt. „Frankreich, die Schweiz, ein Job auf einem Kreuzfahrtschiff würden mich reizen“, sagt der 20-Jährige. Natürlich sei es wichtig, dass sich junge Leute buchstäblich den Wind um die Nase wehen ließen, betont Hotel-Chefin Schmidt, und die Best-Western-Gruppe biete durchaus Entfaltungsmöglichkeiten in anderen Städten und Ländern. „Aber Fachkräfte werden eben besonders auch bei uns gebraucht.“ Und so könnte sich Dennis durchaus vorstellen, nach einer Zeit im Ausland wieder nach Frankenhorst zurückzukehren – mit einem neuen Rezept für Mousse au Chocolat vielleicht.

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