Liessow : Gas-Tank auf Schwimmausflug

Starkregen überfordert viele Abwassersysteme.
Starkregen überfordert viele Abwassersysteme.

Auch die Gemeinde Dobin am See muss sich mit dem Problem Regenwasser beschäftigen

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20. September 2018, 21:05 Uhr

Bei dem Starkregen Mitte Juli kam es auch in Liessow zu Problemen. Auf den Straßen sammelte sich so viel Wasser und floss auf ein Privatgrundstück, dass sich ein Propangas-Tank löste und davon schwamm. Das Thema Oberflächenentwässerung beschäftigt daher nun die Gemeindevertreter von Dobin am See, Liessow ist ein Ortsteil der Gemeinde. Auch in den Ortsteilen Flessenow und Retgendorf gibt es immer wieder Probleme. „Das darf natürlich nicht sein, dass Regenwasser von öffentlichem Gelände auf Privatgrundstücke fließt“, erklärte Thorsten Beims, der Vorsitzende des Bauausschusses. „Wenn es von einem Privatgrundstück auf das Nachbargrundstück läuft, ist das Sache der Nachbarn, das müssen die untereinander klären.“ Grundsätzlich sei jeder Privateigentümer eines Grundstücks verpflichtet, dafür zu sorgen, dass das Wasser, welches auf den Dächern oder den versiegelten Flächen seines Grundstücks anfällt, auch auf diesem Grundstück versickert oder gesammelt wird. Nicht zulässig sei es eigentlich, dass Wasser von Privatgrundstücken auf die Straße laufe und das öffentliche Entwässerungssystem belaste.

„Wir müssen nun überlegen, wie wir mit den Extremwetterereignissen umgehen, zwei bis drei Mal im Jahr haben wir solche Starkregen“, so Thorsten Beims, der als Stadtplaner in Schwerin arbeitet. „Die Gemeinde muss die Straßengräben und Abläufe überprüfen, ob da vielleicht irgendetwas zugewachsen ist. Und wir müssen uns einen Überblick verschaffen, wo wieviel Wasser anfällt.“

Gerade wurde in der Retgendorfer Seestraße das Regenwasser-Rückhaltebecken saniert. Dieses war zugewachsen und wurde ausgebaggert. In dem Becken sammelt sich das Wasser des Neubaugebietes und fließt von dort aus in den Schweriner See.

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