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Zeitung für die Landeshauptstadt

25. November 2017 | 03:16 Uhr

Frühjahrs-Erwachen : Gartensommer: Auftakt nach Maß

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kleinkünstler, engagierte Vereine, Händler und Kitas machten am verkaufsoffenen Sonntag die Innenstadt zur farbenprächtigen Bühne

svz.de von
erstellt am 05.Mai.2014 | 08:00 Uhr

„Die Stadt lebt von der Kultur, die Stadt ist Kultur“ – Vize-Oberbürgermeister Dr. Wolfram Friedersdorff versprach sehr viel, als er am Sonntagmittag auf dem noch sehr zugigen Marktplatz die Innenstadt zur Bühne erklärte und damit den Schweriner Gartensommer 2014 eröffnete. Bereits seit Donnerstag feierte die Landeshauptstadt mit der Klangwelle am Bertha-Klingberg-Platz und dem „Garten der Klänge“ im Schlossgarten das so genannte „Frühjahrs-Erwachen“. Der Sonntag indes setzte noch einen drauf. Tatsächlich verwandelte sich die Innenstadt ab 13 Uhr in eine Kleinkunststätte, in einen Konzertsaal, in Frohsinn pur. Wer an diesem verkaufsoffenen Sonntag die Einkaufs-Center verließ, erlebte ein ausgesprochen lebendiges Schwerin und war manchmal sogar unverhofft selbst Hauptperson im Straßentheater: Schauspieler This Maag verwickelte sein Publikum in komische Dialoge und hatte in der Schlossstraße schnell eine große Zuschauermenge um sich geschart. Wer eilig durch wollte, riskierte Opfer des Komödianten zu werden. „Petermännchen“ Dietrich Felske verteilte Programmzettel, so dass niemand eine Besonderheit verpassen musste. Und davon gab es noch einige: Beim Klockenschauster in der Münzstraße beispielsweise lockten Lisbeth und Stotco so viel Publikum an, dass wegen des Publikumsandrangs sogar der Autoverkehr kurz zum Erliegen kam. Henri Stabel präsentierte dort und auf dem Marktplatz Lieder zur Gitarre. Das Percussionsensemble Atarinas trommelte zahlreiche Besucher zusammen, Martina Weiß und Martina Zinkowski beeindruckten mit ihrer Filzmodenschau. Ein Bauchladenhändler erinnerte daran, dass Schwerin jetzt „Fairtrade-Stadt“ ist und warb für die entsprechenden Produkte. Das Staatliche Museum lockte mit günstigen Eintrittspreisen für die Fluxus-Schau, im Kunsthaus Kontor eröffnete die neue Ausstellung „Der Wasserspiegel“, im Klangwert stellte Annegret Fahr ihre Bilder aus und der Große Moor verwandelte sich in einen Kunsthandwerkermarkt. Clown Fine und Clown Kiki waren in der City unterwegs, ebenso die Blumenkinder der Kita gGmbH, und Mitglieder des Schlossvereins in hinreißenden historischen Kostümen. Sonntagnachmittag bewiesen die Schweriner, dass sie nicht nur von Kultur leben, sondern sie zum Leben brauchen.

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