Ohne KLangwelle : Gartensommer 2015 wird anders

Betörendes Spektakel aus Wasser, Licht und Musik: Mit der Schweriner Klangwelle am Bertha-Klingberg-Platz wurde der Kultur- und Gartensommer bislalng eröffnet. Im kommenden Jahr wird sie fehlen.
Betörendes Spektakel aus Wasser, Licht und Musik: Mit der Schweriner Klangwelle am Bertha-Klingberg-Platz wurde der Kultur- und Gartensommer bislalng eröffnet. Im kommenden Jahr wird sie fehlen.

Stadtmarketing-Gesellschaft will Schlossfest und Schlossgartennacht ausbauen, schafft aber die teure „Klangwelle“ zum Auftakt ab

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02. Dezember 2014, 16:00 Uhr

Der Gartensommer 2015 wird ein anderer sein als in den vergangenen Jahren. Einige Veranstaltungen wird es nicht mehr geben, andere sollen deutlich größer aufgezogen werden. Gründe gibt es verschiedene.

Das „Frühlingserwachen“, traditioneller Auftakt des Gartensommers, wird ohne die „Klangwelle“auskommen müssen. „Wir wollen den Besuchern einmal was Neues bieten“, sagt Martina Müller, die Geschäftsführerin der Stadtmarketing-Gesellschaft. Ein Grund auch: Die Klangwelle ist teuer. Ein Versuch, Eintritt zu kassieren, hatte vor einigen Jahren nur wenige Einnahmen gebracht. „Das war nicht praktikabel“, so Müller. Deshalb wird es dieses Auftaktereignis nicht mehr geben. „Wir werden trotzdem ein attraktives Frühlingserwachen bieten können.“ Einzelheiten wollte die Geschäftsführerin noch nicht verraten.

Im kommenden Jahr wird es auch keine „Schlossgartennacht“ geben. Der bisherige Veranstalter aus Neustrelitz hat sich zurückgezogen. „Wir haben aber einen neuen, sehr kompetenten Partner gefunden“, sagt Martina Müller. Der hat allerdings Ende vergangener Woche mitgeteilt, dass er es nicht mehr schafft, die Schlossgartennacht schon im nächsten Jahr auf die Beine zu stellen. Die Vorbereitungszeit wäre zu knapp.

Loslegen will er nun 2016. Dann verspricht die Schlossgartennacht eine besondere Veranstaltung zu werden. Denn der neue Anbieter zeichnet auch für die Organisation der Potsdamer Schlössernacht verantwortlich – und die zieht immer viele Tausend Gäste an und hat einen guten Ruf weit über Potsdam hinaus.

Die Stadtmarketing-Gesellschaft wird sich im kommenden Jahr an der Organisation des Schlossfestes beteiligen. Das hatte bisher der Schlossverein gemacht – ehrenamtlich. „Wir wollen dieses Fest Ende Juni deutlich größer aufziehen als bisher“, sagt Martina Müller. Historie und Moderne rund ums Schloss sollen wesentlich mehr in den Vordergrund gestellt werden.

Die Veränderungen beim Gartensommer sind auch finanziellen Zwängen geschuldet. Denn 2015 ist – so ist jedenfalls der derzeitige Stand – das letzte Jahr, in dem es eine kräftige Förderung durch das Land gibt. „Wir wollen den Gartensommer auch über 2015 hinaus zu einem großen Fest machen“, sagt Müller. „Dafür müssen wir aber eine neue Veranstaltungsstruktur schaffen und an der einen oder anderen Stelle auch Eintritt nehmen.“


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