Blumenpflege : „Gartenbau hat einfache Regeln“

Farbintensiv und pflegeleicht: Schlossgärtner Ralph Schmalz hat Geranien auch im Burggarten gepflanzt.
Farbintensiv und pflegeleicht: Schlossgärtner Ralph Schmalz hat Geranien auch im Burggarten gepflanzt.

Wasser, Nährstoffe und ein geeigneter Standort: Schlossgärtner Ralph Schmalz gibt Tipps für die Blumenpflege auf dem Balkon

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24. Juni 2015, 10:30 Uhr

Hätten Sie es gewusst? Auch Fuchsien können einen Sonnenbrand bekommen. „Dann färben sich die Blätter braun“, sagt Ralph Schmalz. Er muss es wissen, denn Pflanzen sind sein Metier. Der 36-Jährige ist der Gärtner im Schweriner Burggarten, trägt die Verantwortung für zahllose Blumen. Natürlich hat er auch Tipps für Schweriner, die auf engstem Raum gärtnern – auf dem Balkon nämlich.

Petunien eigneten sich sehr gut für den Balkon, genauso die beliebten Geranien, erklärt Schmalz. Petunien seien „stark zehrend“, könnten kaum überdüngt werden. Geranien glänzten nicht nur durch ihre kräftige rote Farbe, sondern auch den geringen Aufwand bei ihrer Pflege, so der Experte. Bei Regen könnten die Blätter allerdings leicht verkleben, da müsse man aufpassen. Männertreu und Tagetes machten sich ebenfalls gut auf dem Balkon, betont Schmalz.

Stattliche 1,8 Hektar groß ist das Areal, um das sich der Schlossgärtner selbst kümmert. Liebevoll hegt und pflegt er die rund 270 Kübelpflanzen, schneidet die Rosen und hält den Buxbaum in Form. Unterstützung bekommt Schmalz von einem Gartentrupp der Dreescher Werkstätten, der unter anderem die 6000 Quadratmeter Rasenflächen betreut.

Seit 2009 versieht Schmalz seinen Dienst rund um das Schweriner Schloss. „Ich habe den schönsten Arbeitsplatz in Deutschland“, schwärmt der Gärtnermeister und lässt den Blick zwischen Orangerie und Schweriner See schweifen. Schon immer habe er sich für die Natur interessiert und deshalb auch eine Ausbildung zum Gärtner gemacht. Als sich die Gelegenheit zum Job im Burggarten geboten habe, sei er sofort Feuer und Flamme gewesen, so Schmalz.

Die Pommeranzen in der Orangerie haben es dem Schlossgärtner besonders angetan. „Diese Bäumchen sind schwer zu pflegen. Um so mehr freue ich mich, dass sie zum Teil Früchte tragen“, sagt Schmalz. Auch der selbst gezogene Hibiskus erfüllt ihn mit Stolz. „Pflanzen sind Lebewesen. Sie brauchen Wasser und Nährstoffe und einen geeigneten Standort“, betont der Gärtnermeister. Gartenbau habe einfache Regeln, sei durchaus kein Hexenwerk.

Zurück zu den Fuchsien: Vier Blüten könnten sie in einer Knospe bekommen, erklärt Schmalz. „Bei drei Blüten sollte man aber nicht weiter düngen.“ Und immer dran denken: „Fuchsien sind dankbar für Halbschatten.“ Sonst bekämen sie Sonnenbrand.

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