Freiwilliges Jahr : Gartenarbeit statt Computer-Spiele

Arbeiten im Grün. Aber nicht nur die Pflege der Büsche und Bäume steht auf dem Arbeitsplan von FöJ-ler Henning Tasler. Auf dem Bauspielplatz gibt es noch viel mehr zu tun.
Arbeiten im Grün. Aber nicht nur die Pflege der Büsche und Bäume steht auf dem Arbeitsplan von FöJ-ler Henning Tasler. Auf dem Bauspielplatz gibt es noch viel mehr zu tun.

Junge Leute leisten Beitrag für die Umwelt: Henning Tasler macht beim Bauspielplatz-Verein eine Freiwilliges Ökologisches Jahr

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15. September 2015, 12:00 Uhr

Mit Gartenarbeit hatte Henning Tasler bisher eigentlich weniger zu tun. „Game Designer“ möchte, der 18-jährige Computer-Freak aus der Nähe von Wismar werden. Doch weil es mit dem gewünschten Studienplatz in Berlin in diesem Jahr noch nichts geworden ist, hat Henning jetzt noch einmal umdisponiert: auf Grünpflege. Der junge Mann macht ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) beim Schweriner Bauspielplatz-Verein. Hennings Hauptaufgabe: Das Grundstück des Schullandheims in Raben Steinfeld in Ordnung zu halten, das vom Verein betrieben wird.

„Eine Freundin hat mich auf die Idee mit dem FÖJ gebracht“, erzählt Henning. Über den Internationalen Bund in Schwerin, der Freiwillige vermittelt und bereut, ist der Abiturient an die Tätigkeit in Raben Steinfeld herangekommen. „Ich habe mir auch noch andere Einsatzstellen angesehen, mich dann aber spontan für den Bauspielplatz-Verein entschieden“, sagt der 18-Jährige, der sich in Raben Steinfeld durchaus nicht nicht nur mit Gartenarbeit befassen wird. „Henning lernt bei uns alle Bereiche kennen“, sagt Silke Brun vom Bauspielplatz-Verein. So werde der FÖJ-ler auch eingesetzt, um Gäste im Schullandheim zu betreuen oder die vielfältigen anderen Aktivitäten des Vereins zu unterstützen.

Ein eigenes Projekt will Henning in seinem freiwilligen Jahr ebenfalls umsetzen. „Ich werde den Bauwagen isolieren, in dem ich jetzt auf dem Schullandheim-Grundstück wohne“, kündigt er an. Ja, der 18-Jährige arbeitet nicht nur in der Jugendeinrichtung in Raben Steinfeld, er ist auch gleich dorthin gezogen – und das Vorhaben, das er sich auf seine Fahnen geschrieben hat, besitzt praktischen und auch ökologischen Nutzen. „Ich muss den Ofen im Bauwagen nach der Dämmung weniger heizen“, erklärt Henning.

FÖJ-ler sind begehrt. Gut 50 Plätze in ganz Mecklenburg-Vorpommern kann der Internationale Bund als einer der Träger besetzen. „Das Interesse ist groß. Wir könnten auch noch mehr Jugendliche vermitteln. Aber die Förderung durch die öffentliche Hand setzt uns Grenzen“, erklärt Anika Hoff vom Internationalen Bund, der sich auch um Jugendliche im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) und Aktive im Bundesfreiwilligendienst kümmert. 364 Euro Taschengeld erhalte ein FÖJ-ler im Monat, finanziert durch Bund, Europäischen Sozialfonds und Einsatzstelle, so Hoff.

Auch Silke Brun freut sich, dass der Bauspielplatz-Verein wieder einen Freiwilligen bekommen hat. „Die FÖJ-ler sind für uns eine Bereicherung, eine starke Unterstützung, auf die wir zählen können“, sagt sie.

Wer sich für ein FÖJ interessiert, der kann sich unter Telefon 0385-2082423 an Anika Hoff wenden. „Aktuell können wir noch drei Plätze vergeben“, sagt die Mitarbeiterin des Internationalen Bundes.

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