zur Navigation springen
Zeitung für die Landeshauptstadt

22. Oktober 2017 | 21:25 Uhr

WM in USA : „Ganz normale Friseurin“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Valerie-Cecile Christ und Nicol Wolter erfolgreich bei Haarkünstler-Weltmeisterschaft in Las Vegas

von
erstellt am 12.Okt.2015 | 21:00 Uhr

Rebellischer Haarschnitt, trashiges Make-up und ein leicht „angeranzter“ Look in den Haaren: Die Schwerinerin Melanie Risy könnte David Bowies Musiker-Glamour-Welt entstiegen sein. Rund 3000 Augenpaare begutachteten das Model in Las Vegas bei der Friseur-Weltmeisterschaft „Color Zoom 2015“.

Inzwischen ist Melanie mit dem Team aus dem Salon „Ortmann und Christ“ wieder in der Landeshauptstadt zurück und im wahren Leben alles andere als der aufsässige WM-Look vermuten lassen könnte. „Sie ist das beste Model, das ich je hatte“, sagt Valerie-Cecile Christ. Melanie trug die Kreation der 25-jährigen Friseurin in Nevada zur Schau. Für die junge Haarstylistin reichte es am Ende für den vierten Platz in der immerhin schwersten aller drei Wettbewerbskategorien, der „Partner Colorist“ für Ausbilder. Ihre Team-Kollegin Nicol Wolter schaffte den zweiten Platz in der „Creative Colorist“, der Kategorie für erfahrene Friseure.

Um neun Uhr morgens wurde es ernst: Valerie und Nicole mussten ihren Namen und ihre Nation ablegen. „In der Wettbewerbszone werden wir zu bloßen Teilnehmernummern, damit niemand bevorzugt wird“, sagt sie. „Ich wurde zu ,P 9‘ – wie das Jahr zuvor. Und wie damals hatte der gleiche Franzose den Platz neben mir. Wir haben gelacht, das beruhigt.“ Dann hieß es Arbeitsplatz vorbereiten. Anschließend folgte der „Einmarsch der Nationen“. Rund 80 Teams aus allen Teilen der Welt stellten sich etwa 1500 Schaulustigen vor. „Das ist sehen und gesehen werden“, sagt Valerie. Die Friseur-WM sei etwas für Fachleute, nur wenige Neugierige außerhalb der Branche würde es dorthin verschlagen. „Danach begann der Wettbewerb.“ In drei Stunden mussten Valerie und Nicol ihre Models färben, stylen und herrichten. „Die Models mussten hinterher genauso aussehen, wie auf den vorher eingereichten Fotos“, erklärt die Schwerinerin. Vorbereitung sei dabei viel, aber nicht alles. Nach drei Stunden mussten alle Teilnehmer die Wettbewerbszone verlassen. Das große Warten begann. Am Ende verfehlte Valeries Kreation das Podium knapp, aber ein Jury-Mitglied ermunterte die Schwerinerin: Es sei auch ein wenig Geschmackssache, sie habe durchaus das Zeug für die Weltspitze. Ob sie nächstes Jahr wieder dabei sein wird? Das will Valerie erst einmal abwarten. Und als „ganz normale Friseurin“ durchatmen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen