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Frank-Walter Steinmeier in Schwerin : Ganz entspannt vorm hohen Besuch

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kinder-und Jugendrat und Restaurant „Ars vivendi“ im Schlossgartenpavillon bereiten sich auf den Besuch des Bundespräsidenten vor

„Was ziehen wir an? Unsere T-Shirts oder doch ein schickes Hemd?“, fragt Regina Dorfmann die Jugendlichen. Ja, was zieht man an, wenn man den Bundespräsidenten treffen darf? Diese Frage beschäftigt den Schweriner Kinder-und Jugendrat bei seinem Vorbereitungstreffen für den großen Tag. Sieben Jugendliche dürfen sich mit Frank-Walter Steinmeier unterhalten, der heute Vormittag die Landeshauptstadt besucht.

Am Ende wird sich gegen die T-Shirts entschieden, jeder darf das anziehen, was er möchte. „Aber heil und sauber sollte es sein“, ergänzt Regina Dorfmann mit einem Lachen. Die Geschäftsführerin des Stadtjugendringes bespricht mit Rasmus Rutsch, Ferdinand Steiner, Lara Schomann, Hanne Lore Schwarz und Yannis von Majewski den genauen Ablauf des Tages. Auch Sophie Tieding und Oskar Rehwaldt sind heute mit dabei. „Seid unbedingt pünktlich, wir kommen sicherlich irgendwann nicht mehr ins Rathaus vor lauter Sicherheitskräften.“

Unter dem Motto „Jugend und Demokratie“ möchte sich der Bundespräsident dreißig Minuten lang mit den Schweriner Jugendlichen unterhalten. Die Idee komme von Steinmeier, so Dorfmann, die auch weiß, dass er selbst gerne Fragen stellt. Trotzdem besprechen Rasmus, Ferdinand, Lara, Hanne Lore und Yannis Themen, die sie mit dem hohen Gast diskutieren wollen.

„Ich möchte gerne wissen, was er vom Wahlalter 16 hält“, sagt Rasmus Rutsch. Yannis von Majewski interessiert die Frage, wieso er sich beim Motto „Jugend und Demokratie“ mit Jugendlich unterhalte, die sowieso schon politisch aktiv sind. „Was hat er vor, um mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die keine Lust auf Politik haben?“ Auch der Wechsel vom Außenministerium ins Amt des Bundespräsidenten und seine politischen Anfänge wollen die Jugendlichen ansprechen.

„Nervös sind wir nicht, aber es ist schon etwas ganz Besonderes“, sind sich die 14- bis 18-Jährigen einig. „Es ist aufregend, ein ganz anderes Gefühl als bei anderen Treffen.“

Nervosität spielt auch bei Manuela Blohm keine Rolle. Die Inhaberin des Restaurants „Ars vivendi“ darf den Bundespräsidenten und elf weitere Gäste zum Mittagessen im Schlossgartenpavillon begrüßen. „Es gibt ein Drei-Gänge-Menü mit Fischsuppe, Rehrücken – gut durchgegart für seine Ehefrau – und gratinierten Pfirsich“, erzählt die Köchin. Dabei verzichte sie auf aufregende Dekoration, sowohl auf dem Tisch als auch auf dem Teller. „Er soll einen Ruhepol bei uns finden und bekommt ehrliche Küche serviert.“

Bevor Frank-Walter Steinmeier am Tisch Platz nimmt, inspizieren Sprengstoffspürhunde die Lokalität. „Danach dürfen nur noch ich und meine beiden Mitarbeiter rein“, so Blohm, die wie auch Regina Dorfmann vorher alle Namen, Adressen und Geburtstage der beteiligten Personen angeben musste. Einer von ihnen ist Christian Sernau, der heute das Essen servieren wird. „Ich freue mich auf den hohen Besuch und bin natürlich angespannt, aber ich werde so arbeiten wie sonst auch immer“, sagt der Kellner.

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erstellt am 18.Jul.2017 | 05:00 Uhr

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