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Schweriner Zoo wieder geöffnet : Gang über die Desinfektionsmatte

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schweriner Zoo öffnet nach Vogelgrippe-Fall und zweiwöchiger Schließung seine Pforten. Doch die Schuhe müssen vorher keimfrei sein

svz.de von
erstellt am 23.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Große Aufregung herrschte am Wochenende im Schweriner Zoo. Neugierig lugten die Giraffen mit ihren langen Hälse über den Zaun. Die pfeifenden Hunde flitzen von der einen Ecke ihres Geheges in die andere, und auch die Flamingos guckten interessiert durch die Glasscheiben ihrer Behausung. Auf den Wegen waren nicht wie üblich die Pfleger unterwegs, sondern wieder Besucher. Denn nach dem Fall von Vogelgrippe und der daraus resultierenden Schließung des Zoos (SVZ berichtete) wurden am vergangenen Sonnabend nach mehr als zwei Wochen die Pforten wieder geöffnet.

„Wir sind natürlich überglücklich, dass der Zoo wieder für interessierte Gäste begehbar ist“, sagte Dr. Tim Schikora. Der Zoodirektor zeigte sich erleichtert, dass so wieder ein Stück Normailität einkehre. „Dennoch bleiben die Schutzmaßnahmen und die internen Einschränkungen weiterhin bestehen.“

Für die Besucher bedeutet das, nun schon vor dem Eingang des Zoos etwas nicht Alltägliches zu erleben. Bis auf Weiteres muss jeder durch eine Desinfektionswanne gehen, um in und aus dem Tierpark zu kommen. Die Konstruktion besteht aus Sägespäne, die mit dem Desinfektionsmittel getränkt wurde. Ein Mal mit den Schuhen ordentlich durch die Flüssigkeit laufen, schon darf der Zoo betreten werden. „Für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen haben wir Schaumstoff ausgelegt und mit Desinfektionsmittel eingesprüht“, erklärte der Zoodirektor. Auch alle vierbeinigen Besucher müssten über die desinfizierenden Matten laufen. „Wir empfehlen jedoch, die Hunde daheim zu lassen, da das Mittel negative Auswirkungen auf die Pfoten haben kann“, so Schikora.

Im Zoo ist der Großteil des Geländes für die Besucher frei zugänglich. Lediglich der Bereich Richtung Festwiese, wo die Schneegans mit dem H5N8-Erreger gefunden wurde, ist weiterhin gesperrt. Die Einlass-Prozedur und das Sperrgebiet bleiben noch mindestens bis Ende Februar erhalten – sollten die zwei Tests des gesamten Vogelbestandes am Anfang und am Ende des Monats negativ ausfallen. „Die Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt funktioniert wirklich sehr gut“, so der Zoodirektor. „Wir haben gemeinsam jeden Fall genau betrachtet.“

Auch auf Pelikan-Dame Julia müssen die Besucher noch etwas warten. „Sie steht noch unter Quarantäne und langweilt sich wahrscheinlich so ganz allein“, erzählte Schikora lächelnd. „Der erste Test ist schon mal negativ ausgefallen, nun wird sie nach 21 Tagen erneut getestet.“ Bis dahin wird Julia von den Pflegern aufgepäppelt.



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