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Zeitung für die Landeshauptstadt

18. November 2017 | 18:58 Uhr

Einweihung : Gäste stürmen Park Wiligrad

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Denkmalgerechte Sanierung des 19 Hektar großen Areals am Schloss nach vier Jahren abgeschlossen

svz.de von
erstellt am 08.Okt.2014 | 23:57 Uhr

Heike Polzin war in den zurückliegenden vier Jahren öfter in Wiligrad und verfolgte interessiert, wie der Schlosspark neu entsteht. „Die Besuche sollten inkognito sein. Doch das ist nur selten gelungen.“ Gestern nun kam die Finanzministerin höchst offiziell nach Wiligrad. Als Hausherrin übergab sie den denkmalgerecht restaurierten Park der Öffentlichkeit. Polzin wünschte sich, dass dieses „versteckte Kleinod“ am Schweriner Außensee künftig noch mehr Besucher anlockt.

Dabei waren gestern Nachmittag zum Festakt mit der Enthüllung des zurückgekehrten Welfenlöwen schon hunderte Schaulustige gekommen. Viele Besucher trotzten auch dem Herbstregen und folgten Dietmar Braune auf einem kurzen Rundgang durch den Park. Denn es war der Tag des Gartenbau-Ingenieurs: Braune war beim landeseigenen Betrieb für Bau und Liegenschaften der verantwortliche Mann für die Sanierung des Wiligrader Parks. Anschaulich schilderte er den Gästen, wo Schießstand und Munitionsbunker der Schule der Volkspolizei die Parklandschaft nicht nur ge-, sondern zerstört hatten. Auch zugewachsene Sichtachsen mussten frei geschlagen werden. Wanderwege am Seeufer, am Hang und im Parkbereich direkt am Schloss bilden nun Rundkurse, diese erlauben kilometerlange Spaziergänge in wechselnden Parklandschaften. Hunderte Bäume und Sträucher – vor allem Buchen und Rhododendren – wurden neu gepflanzt, um dem Schlosspark von Wiligrad seinen Waldcharakter mit Rhododendron-Saum zurückzugeben. Wer sich das angesichts des norddeutschen Regenwetters gestern nicht vorstellen konnte, den lud Dietmar Braune ein, im Frühjahr wieder zu kommen: „Am besten zur Rhododendron-Blüte.“

Wiligrad gehört wie Bothmer bei Klütz, Ludwigslust und Güstrow zu den Parkanlagen in Landeseigentum, die dank EU-Fördermittel in den zurückliegenden Jahren saniert werden konnten. 2,8 Millionen Euro kosteten allein die umfangreichen Arbeiten im 19 Hektar großen Wiligrader Park. 90 Prozent dieser Summe sind im Land geblieben, weil regionale Firmen die meisten Arbeiten bei der Umgestaltung ausgeführt hatten, hob Heike Polzin hervor.

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