Parchim : Gärtner tricksen Einbrecher aus

Blick in die Kleingartenanlage „Am Lankower See“: In nur einer Januar-Nacht wurden dort 16 Lauben aufgebrochen.
Blick in die Kleingartenanlage „Am Lankower See“: In nur einer Januar-Nacht wurden dort 16 Lauben aufgebrochen.

Etwa alle zwei Tage wird im Landkreis in eine Gartenlaube eingebrochen

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06. März 2018, 23:34 Uhr

In den Kleingartenanlagen des Landkreises Ludwigslust-Parchim sind immer wieder Einbrecher unterwegs. Sie nutzen die dunkle Jahreszeit für Beutezüge, schauen sich in den verlassenen Gartenhäusern nach Wertgegenständen um. Was rät die Polizei? Wie können sich Laubenbesitzer versichern? Was unternehmen Kleingärtner, um sich zu schützen? Wie geht der Verband mit dem Problem um? Diesen Fragen wollen wir in unserer aktuellen Wochenserie nachgehen. Heute: die Ratschläge der Polizei.

Etwa alle zwei Tage kam es im Landkreis Ludwigslust-Parchim im vergangenen Jahr zu einem Einbruch in eine Gartenlaube. 158 solcher Fälle zählte die Polizei Ludwigslust-Parchim im vergangenen Jahr. Schwerpunkt sei die Region Parchim gewesen, aber auch in anderen Städten wie Goldberg, Lübz oder Neustadt-Glewe wurden Einbrüche in Gärten gemeldet. Laut Polizeisprecher Klaus Wiechmann sind die Täter in der Regel auf der Suche nach Wertgegenständen sowie teuren Werkzeugen oder Gartengeräten. Das reicht von Fernsehern, Radios über Bohrmaschinen bis hin zu Lebensmitteln. Nicht zu unterschätzen seien die Sachschäden, die bei solchen Einbrüchen entstünden.

Die Polizei rät: Gartenbesitzer sollten sich ruhig in die Lage der Einbrecher versetzen, um so die Schwachstellen herauszubekommen. Das ginge schon bei der Gartenpforte los. „Beliebte Einstiegspunkte sind nach wie vor Fenster, Türen und Dachluken“, sagt Wiechmann. Ein solider Grundschutz sei demnach wichtig. In den kalten Monaten sei es von zentraler Bedeutung, sämtliche Wertgegenstände zu entfernen. Ebenso könne es helfen, Kisten, Leitern und Mülltonnen wegzuschließen, da Einbrecher sie als Einstiegshilfe nutzen könnten. Eine regelmäßige Kontrolle der Gartenlauben zwischen Oktober und März sei ebenfalls ein guter Schutz. Technische Überwachungsmöglichkeiten, zum Beispiel Videokameras, könnten ebenfalls eine gute Alternative darstellen. Das müsse aber jeder für sich entscheiden und das hänge auch vom Einzelfall ab, sagt Polizeisprecher Klaus Wiechmann. Aber: „Die Gartenlaube muss keine Festung werden.“

Detaillierte Informationen zum Einbruchsschutz erhielten Interessierte bei der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle in der Grabower Allee 2c oder unter der Telefonnummer 03874/411352.

Im Falle eines Garteneinbruchs steht die Polizei den Betroffenen zur Seite und sollte im Falle eines Einbruchs sofort verständigt werden.

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