Eine vielseitige Frau : Für schwere und leichte Momente

Eine kleine Auswahl ihrer Skulpturen und Bilder stellt Mechthild Breme noch bis zum Mai in der Galerie der Hypovereinsbank in der Schmiedestraße aus.
Eine kleine Auswahl ihrer Skulpturen und Bilder stellt Mechthild Breme noch bis zum Mai in der Galerie der Hypovereinsbank in der Schmiedestraße aus.

Künstlerin Mechthild Breme hilft Schwerstkranken und Menschen in Lebenskrisen, kann die Malerei aber auch einfach genießen

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04. März 2015, 16:00 Uhr

Kunst ist für die Bildhauerin und Malerin Mechthild Breme viel mehr als eine Möglichkeit sich auszudrücken. Sie selbst findet es am spannendsten, bei der Arbeit ihren eigenen Unfähigkeiten zu begegnen und gleichzeitig Lösungen zu suchen. „In unserem Leben und im Alltag funktioniert das doch genauso“, sagt sie. Und damit erklärt sie auch, warum sie neben der reinen Bildhauerei auf die Kunsttherapie gesetzt hat. Auch hier werden in verzwickten oder dramatischen Lebenslagen Lösungen gesucht. Dingen auf den Grund gehen, Chaos entwirren, das Wesentliche finden – das kann Mechthild Breme gut.

Was dabei herauskommt, zeigt sie zurzeit in mehr als zwanzig Bildern und fünf kleinen Skulpturen in der Galerie der Hypovereinsbank in der Schmiedestraße. Zu sehen sind Bilder mit Titeln wie „Punk und Papst“, „Reifenspur“, „Erinnerung an die Zukunft oder „Adam“ und „Eva“. Reduzierte Motive und lebendige Farbflächen mag Mechthild Breme, jede Jahreszeit hat für sie eine eigene Farbpalette: Erdtöne im Herbst, Rot im Winter, luftige Grüntöne im Frühjahr. „Der Sommer hat selbst genug Farben, da bin ich eher in der Bildhauer-Werkstatt zu finden“, sagt sie lächelnd.

Mechthild Breme ist aber auch jeden Werktag in den Helios-Kliniken und einmal die Woche im Hospiz am Aubach zu finden. Dort hilft sie Schmerz- oder Krebspatienten, Sterbenden, aber auch Angehörigen – und schafft mit ihnen kleine Kunstwerke. „Tod und Sterben machen mir keine Angst“, sagt sie. „Es ist leichter, damit umzugehen, als es zu verdrängen.“ 18 Wochenstunden verbringt sie in der Klinik, darf sich Zeit nehmen für die Patienten, sucht mit ihnen zusammen das Gesunde im Kranken, die guten Erinnerungen an ein erfülltes Leben im Angesicht des Todes. „Den Pinsel zu halten, das schaffen die meisten, das kostet nicht viel Kraft. Wenn sie malen, fühlen sich viele der Patienten wieder als Mensch und nicht vorrangig als Kranker“, sagt die 53-Jährige. „Die Bilder, die so entstehen, sind meistens sehr positiv.“

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