Inklusion : Für Musik ist niemand zu klein

Laura Riemer ist 26 Jahre alt, aber nur 1,42 Meter groß. Sie liebt Musik und lernt am Konservatorium Altflöte.
Laura Riemer ist 26 Jahre alt, aber nur 1,42 Meter groß. Sie liebt Musik und lernt am Konservatorium Altflöte.

Am Konservatorium werden mehr als 190 Menschen mit Behinderung unterrichtet

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10. Juni 2015, 23:51 Uhr

Laura Riemer ist 26 Jahre alt, aber nur 1,42 Meter groß. Doch das ist kein Grund für sie, auf ihre Liebe zur Musik zu verzichten. Am Konservatorium hat sie das passende Angebot gefunden, nimmt dort seit 15 Jahren Unterricht und spielt in drei Ensembles.

„Fürs Klavierspiel sind meine Finger zu klein. Deshalb habe ich mit Geige angefangen“, erzählt Laura Riemer. Dann habe ihr Flöte aber besser gefallen. Deshalb lerne sie jetzt Blockflöte und Altflöte, übe jeden Tag und gehe zweimal pro Woche ins Konservatorium. Sie habe auch schon Auftritte mit der Band „Kaktus“ und dem Ensemble „Kontegra“ gehabt, erzählt die Musikerin stolz.

Inklusion ist seit vielen Jahren fester Bestandteil der Arbeit des Konservatoriums. Dort werden mehr als 190 Menschen mit Behinderung unterrichtet. „Als kommunale Musikschule sehen wir es als unsere Aufgabe an, Musik für alle Schweriner zugänglich zu machen“, betont Direktor Volker Ahmels. Lehrer mit sonderpädagogischer und musiktherapeutische Ausbildung gewährleisten die Qualität, bei finanziellen Engpässen hilft der Förderverein, denn auch für Menschen mit Behinderung gibt es keine Sonderkonditionen.

Da es aber jungen Menschen mit Behinderungen oder sozialen Benachteiligungen oft schwer fällt, den Weg zur Musikschule zu finden, weil ihnen der Mut fehlt, geht das Konservatorium gezielt auf sie zu. Dazu dienen Projekte wie „Kultur macht stark“ oder das Klassenmusizieren in der Förderschule am Fernsehturm, berichtet Lehrerin Friederike Steinberg, die auch Landesfachsprecherin im Verband deutscher Musikschulen ist.

Laura Riemer ist glücklich, dass es diese speziellen Angebote am Schweriner Konservatorium gibt. Wie Musik ihr Leben bereichert, wird sie bei ihrem Auftritt im Kultursommerprojekt „Bands & Friends“ am 5. Juli am Pfaffenteich zeigen.

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