Paulsstadt : „Für diese Arbeit bin ich geboren“

Anträge, Formulare, Dokumente: Bianka Petr arbeitet im Bürgerbüro des Stadthauses und hilft als gute Seele immer weiter, wenn jemand den Faden verliert.
Anträge, Formulare, Dokumente: Bianka Petr arbeitet im Bürgerbüro des Stadthauses und hilft als gute Seele immer weiter, wenn jemand den Faden verliert.

Bianka Petr kümmert sich seit 41 Jahren um alle Angelegenheiten im Meldewesen und wird als gute Seele im Bürgerbüro geschätzt

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06. Februar 2019, 07:54 Uhr

Auf ihrem Schreibtisch stapeln sich die Papiere, Dokumente liegen in der Ablage, Aktenordner füllen die Schränke. Eigentlich mache sie nur die Hintergrundarbeit, sagt Bianka Petr bescheiden. Doch die ist natürlich nicht weniger wichtig. „Sie bringt nicht nur viel Erfahrung mit, sondern hat auch eine hohe soziale Kompetenz, ist sehr engagiert und aufrichtig“, sagt Christina Kreth. Für die Fachdienstleiterin Bürger Service ist es selbstverständlich, dass Bianka Petr die gute Seele im Bürgerbüro ist. „Sie hat ihr Herz auf dem rechten Fleck.“

Doch was genau verbirgt sich nun hinter der Hintergrundarbeit? „Ich kümmere mich um alle Angelegenheiten im Meldewesen“, erklärt sie. Dazu gehören zum Beispiel Meldebescheinigungen, wenn Bürger Gelder aus Hilfs-Fonds in Anspruch nehmen können. „Dafür gehe ich mindestens ein Mal in der Woche in den Keller, wo die alte DDR-Meldekartei steht.“ Aber auch Buß- und Verwarngelder sowie Auskünfte aus dem Melderegister zum Beispiel bei Adoptionen landen auf ihrem Tisch. Zudem kümmert sie sich um alle Aufgaben rund um das Wählerverzeichnis wie Wahlscheine.

Seit 41 Jahren ist Bianka Petr im Meldewesen tätig, hat Facharbeiterin für Schreibtechnik bei VEB Hydraulik gelernt. „Für das Meldewesen muss man geboren sein, ein Faible dafür haben.“ Sie könne sich nicht vorstellen, etwas anderes zu machen. In ihrer langen Dienstzeit hat sie bereits einige Umstellungen und Umzüge mitgemacht, war das Meldewesen doch zunächst bei der Polizei angesiedelt. „Vor einigen Jahren hatten wir eine große Systemumstellung“, erinnert sich die Schwerinerin. „Außerdem habe ich für das Vertriebenengeld 1200 Meldebescheinigungen per Hand abgeschrieben, musste mehrmals zu meiner Schwiegermutter, um nach den ehemaligen Straßennamen in Schwerin zu fragen.“

Wenn Bianka Petr mal nicht im Melderegister versinkt, genießt sie ihre Freizeit mit ihrem Mann und ihren fünf Enkeltöchtern. „Wir haben seit 1978 ein Bootshaus am Heidensee, dort spielt sich besonders im Sommer viel ab.“ Ab und zu zieht es sie aber auch in die weite Welt hinaus, dann wird auf einem Schiff Urlaub gemacht. „Seit unserer Silberhochzeit 2005 machen wir regelmäßig eine Kreuzfahrt, im März geht es zu den Kanarischen Inseln.“

Dann wendet sie sich wieder den Dokumenten zu, hilft einer jungen Kollegin weiter. Denn auch das gehört sich für eine gute Seele, findet Bianka Petr. „Wenn jemand den Faden verliert, dann bin ich zur Stelle.“

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