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Den Ernstfall in Plate geprobt : Für den Zivilschutz aktiv

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Helfer der „Medical Task Force“ für Westmecklenburg trainierten in Plate / Gruppe noch im Aufbau

von
erstellt am 11.Sep.2017 | 08:00 Uhr

Im Berufsalltag ist Dr. Dirk Killermann als Mediziner voll gefordert. Er ist Chefarzt der Kardiologie am Grevesmühlener Krankenhaus. Doch nach Feierabend hört der Mediziner nicht auf, für die Menschen da zu sein. Dr. Killermann ist Abteilungsführer der Medical Task Force 13.

Diese Gruppe von ehrenamtlichen Zivilschutzhelfern gibt es noch nicht lange, sie befindet sich sogar noch im Aufbau. „Wir wollen uns darum kümmern, dass nach einer Naturkatastrophe oder einem Anschlag die medizinische Versorgung der Bevölkerung aufrecht erhalten wird – im Bedarfsfall mit mobilen Krankenhäusern.“

Ein solches Krankenhaus wurde zwar am Wochenende auf der Plater Festwiese noch nicht aufgebaut. Aber um die 40 Helfer aus Westmecklenburg trainierten an der Stör Einsatzabläufe und Sicherheitsbelange. „Wir sind wieder ein gutes Stück voran gekommen“, schätzt Bereichsführer Steffen Kuse ein, er ist Rettungsassistent in Grevesmühlen. Dass die Gruppe ausgerechnet in Plate zusammenkam, war kein Zufall. Auch die Plater Ärztin Dr. Petra Pöhler engagiert sich in der Zivilschutz-Truppe. Und als für die Übung ein Ort gesucht wurde, fragte sie in ihrer Gemeinde nach. Die stimmte sofort zu. „Plate liegt zentral, ist für alle Helfer gut zu erreichen“, fügt Dr. Killermann an. Als Dankeschön an die Gastgeber wurde am Sonnabend das Projekt vorgestellt und gleich um Mitstreiter geworben. „Das müssen nicht nur Mediziner sein“, betont Steffen Kuse. Besonders gefragt sind Kraftfahrer, Techniker und Logistiker. „Wir haben noch lange nicht unsere Personalstärke erreicht“, fügt Dr. Killermann hinzu. Um die 100 Freiwillige machen derzeit in der Medical Task Force 13 mit. 138 Personen in den drei Hauptbereichen medizinische Versorgung, Krankenbeförderung und Dekontamination sollen es sein. Und dann möchten der Bund als Ausstatter und der DRK-Landesverband als Träger in MV eine doppelte Personalausstattung, denn alle Helfer sind ehrenamtlich aktiv und damit nicht immer verfügbar.

Noch bleibt dem Organisationsteam um Dr. Dirk Killermann auch etwas Zeit: Bis 2020 sollen die drei für MV vorgesehenen Medical Task Forces arbeitsfähig sein. Das wurde 2013 so im Rahmenplan zwischen Bund, Land und DRK-Landesverband vereinbart. Die Idee zur Bildung dieser neuen Zivilschutzeinheiten ist noch etwas älter – sie geht auf die New Yorker Anschläge vom 11. September 2001 zurück.

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