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Schleswig-Holstein-Haus Schwerin : Führungswechsel im städtischen Kulturtempel

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Antje Schunke übernimmt Leitung des Schleswig-Holstein-Hauses von Norbert Credé

von
erstellt am 05.Apr.2016 | 12:00 Uhr

Eigentlich sollten es nur drei Monate sein, für die Norbert Credé übergangsweise die Leitung des Schleswig-Holstein-Hauses übernehmen wollte. Doch es wurden schließlich drei Jahre. So blickte er denn gestern auch mit feuchten Augen auf die Zeit zurück und zugleich mit Freude auf seine Rückkehr an den alten Arbeitsplatz als Chef der Stadtgeschichte. „Es war ein interessante Aufgabe, die mir zunehmend Freude gemacht hat. Und es war eine gute Zusammenarbeit mit allen Mitarbeitern des Hauses. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken“, sagte Crede bei der feierlichen Amtsübergabe.

Als neue Chefin des Schleswig-Holstein-Hauses stellte Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow Antje Schunke vor. „Aus einer Riege von 27 Bewerbern aus dem gesamten Bundesgebiet hat Antje Schunke uns am meisten überzeugt“, sagte Gramkow. „Unser städtisches Kulturforum ist auf einem guten Weg. Das neue Konzept, bei den Ausstellungen auf mehr Qualität statt Quantität zu setzen, ist aufgegangen. Das zeigen die Besucherzahlen, die erheblich zugenommen haben. So konnten wir im vergangenen Jahr mehr als 25000 Gäste im Schleswig-Holstein-Haus zählen. Wir sind sicher, diesen Erfolgskurs mit Antje Schunke an der Spitze unseres städtischen Kulturforums fortsetzen zu können“, betonte die Oberbürgermeisterin.

„Ich freue mich auf eine schöne Zeit“, sagte Schunke. „Dieses Haus hat Rückenwind, das ist zu spüren. Und es hat viele Freunde. Mein Ziel ist es, dieses Kulturzentrum weiter voranzubringen“, erklärte die 40-Jährige. Sie habe bereits eine Menge Ideen, die sie mit Kulturbürochefin Marita Schwabe und Kulturdezernentin Angelika Gramkow diskutieren wolle. Zunächst jedoch werde sie sich morgen mit dem neu gegründeten Förderkreis des Schleswig-Holstein-Hauses zusammensetzen und beraten, kündigte sie an. Dazu gehören mehr als 20 Kultur- und Geschichtsfreunde unter der Leitung von Dr. Wolf Karge. Ausbauen will Schunke die Zusammenarbeit aber auch mit weiteren Partnern. Dazu zählt sie insbesondere die im Haus ansässige Stiftung Mecklenburg, den Künstlerbund Mecklenburg, dessen Geschäftsführerin sie mehrere Jahre war, und den neu gegründeten Heimatpflege-Verband. Was deren drei Geschäftsführerinnen, die zur Amtseinführung gekommen waren, natürlich sehr freute.

Mit Netzwerkarbeit hat Antje Schunke Erfahrung. Die gebürtige Hallenserin hat Kunstgeschichte und Geschichte studiert, war wissenschaftliche Mitarbeiterin der Staatlichen Museen Berlin und der Kunsthalle Bielefeld und hat zudem mehrere Jahre in Paris gelebt und gearbeitet. Als freie Kuratorin gestaltete sie Ausstellungen in vielen Städten, unter anderem in Berlin, Paris und Washington.

Für Furore sorgte ihre jüngste Schau: eine Ausstellung über die Olsen-Bande in der Kunsthalle Rostock. Die lockte im vergangenen Herbst mehr als 20 000 Besucher an.

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