Zeitung in der Schule : Früchte ertasten und erschnuppern

Einmal probieren, bitte! Ernährungsexpertin Birthe Wulf bereitete den Schülern der Schweriner Weinbergschule überraschende Geschmackserlebnisse.
Einmal probieren, bitte! Ernährungsexpertin Birthe Wulf bereitete den Schülern der Schweriner Weinbergschule überraschende Geschmackserlebnisse.

Mangos, Papayas, Nashis: Edeka-Ernährungsexpertin Birthe Wulf brachte Weinbergschülern allerlei Exotisches näher

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22. Juni 2016, 14:00 Uhr

Wussten Sie, dass 100 Gramm Papaya schon unseren ganzen Tagesbedarf an Vitamin C decken? Oder dass Mangos ganz viel Vitamin A haben? Eine Kaki-Frucht sieht ein bisschen aus wie eine Tomate, erinnert im Geschmack aber eher an Melone oder Pfirsich. Die Schale kann man mitessen. Und die Nashi ist eigentlich nichts anderes als eine asiatische Birne. All das und noch viel mehr erfuhren die Abgangsklassen der Schweriner Weinbergschule bei einem Besuch von Edeka-Ernährungsexpertin Birthe Wulf. Deren eigentlicher Arbeitsplatz befindet sich im schleswig-holsteinischen Neumünster, dort sitzt nämlich die Hauptverwaltung von Edeka Nord. Das Unternehmen ist Partner der SVZ-Aktion „Zeitung in der Schule“, kurz Zisch.

Die Weinbergschule macht mit bei Zisch und hatte sich eine Doppelstunde mit Edeka gewünscht. Birthe Wulf ist häufig zu Gast in Schulen im ganzen Norden, sie bietet aber auch Seminare für Erwachsene an, Aktionen in den Edeka-Märkten und schult die Edeka-Mitarbeiter in Sachen Ernährung. Nach Schwerin hatte sie das Thema „Jetzt wirds exotisch“ mitgebracht. Das passende Obst und Gemüse – neben Mangos und Papayas auch Weintrauben, Ananas, Ingwer und vieles mehr – stellte für diesen Vormittag Edeka Ernst aus der Wismarschen Straße. Nach einem kurzen Einführungsvortrag über die Exoten, ihre Herkunftsländer und ihre Vorzüge, durften die Schüler selbst probieren – einen Bissen bekam aber nur, wer die Augen fest geschlossen hatte. Ansonsten durften die Früchte ertastet oder erschnuppert werden. Das war nicht nur lecker, sondern machte den 16 Schülern auch jede Menge Spaß. „Weil wir bei uns auch Hauswirtschaftsunterricht haben und auf gesunde Ernährung Wert legen, passte das Thema prima ins Konzept“, sagt Lehrerin Susanne Göttlicher.

Drei Schülerinnen verlassen nach zwölf Schuljahren in diesem Sommer die Evangelische kooperative Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. „Sie werden mit einer großen Feier verabschiedet“, sagt Susanne Göttlicher. Die meisten Abgänger der Weinbergschule gehen anschließend in die betreuten Werkstätten nach Süd oder Parchim. Einige schaffen den Sprung auf den Arbeitsmarkt. Der Leistungsgedanke spielt an der privaten Schule, deren Träger das Diakoniewerk Neues Ufer ist, eine untergeordnete Rolle.

91 Kinder lernen in Lankow in elf Klassen. Etwa 40 Lehrer, Unterrichtshelfer, Betreuer, Integrationshelfer, Haushälterinnen und Hausmeister kümmern sich um die Schüler. Bei einigen fallen die Lernschwierigkeiten auf den ersten Blick kaum auf, andere sind schwerst mehrfachbehindert. Fast in jeder Klasse gibt es ein Kind im Rollstuhl. Oberstes Prinzip an der Weinbergschule ist die liebevolle und auf größtmögliche Selbstständigkeit zielende Förderung aller Schüler. Und das seit mehr als 25 Jahren.


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