zur Navigation springen

Arbeiten auf allen Schweriner Baustellen im Rückstand : Frost bremst Straßenbauer aus

vom

Auf den Schweriner Baustellen gräbt wieder der Bagger. In den vergangenen Wochen sah das anders aus. Da mussten die Arbeiten wegen des außergewöhnlich lang anhaltenden Winterwetters unterbrochen werden.

svz.de von
erstellt am 03.Apr.2013 | 06:07 Uhr

Schwerin | In der Bergstraße gräbt wieder der Bagger. "Wir sind in dieser Woche wieder angefangen mit dem Kanalbau", sagt Vorarbeiter Gerhard Kretschmann von der Firma Tuk. "Jetzt ist der Boden nur noch morgens ein wenig gefroren." Keine Hürde mehr dank schwerer Technik. In den vergangenen Wochen sah das anders aus. Da mussten die Arbeiten wegen des außergewöhnlich lang anhaltenden Winterwetters unterbrochen werden. Der Zeitverzug beträgt aktuell vier Wochen.

Nicht ganz so schlimm ist es in der Wismarschen Straße. Hier liegen die Arbeiten etwa eine Woche hinter dem Zeitplan zurück. "Diese Baustelle hat für uns allerhöchste Priorität", sagt der Werkleiter der Schweriner Abwasserentsorgung (SAE), Lutz Nieke. "Wir haben von der Stadt deshalb die Vorgabe bekommen, rund um die Uhr zu arbeiten." Das war wegen des Wetters in den vergangenen Tages nur eingeschränkt möglich. Trotzdem hatte es Anwohnerproteste wegen des Lärms gegeben. Eine Familie holte in einer Nacht sogar die Polizei, um die Arbeiten stoppen zu lassen. "Leider lassen sich die Bauarbeiten nicht immer so koordinieren, dass die lauten Arbeiten nur am Tage und die leisen Arbeiten nur in der Nacht erfolgen", sagt dazu Stadtsprecherin Michaela Christen. Sie bittet die Anwohner um Verständnis, versichert aber, dass "unnötige Lärmbelästigungen durch die Bauleitung strikt unterbunden werden". Auf jeden Fall sollen die Arbeiten in der Wismarschen Straße Mitte Mai abgeschlossen sein, damit die Straßenbahnen hier wieder fahren können. "Erst dann kann in der Lübecker Straße weiter gearbeitet werden", so Lutz Nieke. Dort wird dann zwischen Marienplatz und Wittenburger Straße gebaut - alle Straßenbahnen müssen dann durch die Wismarsche Straße und die Franz-Mehring-Straße fahren.

Für Verzögerungen von etwa 14 Tagen sorgte das Wetter auf dem Obotritenring. Beim vierspurigen Ausbau unter der Eisenbahnbrücke gab es aber auch unvorhergesehene Hindernisse. "Wir haben in den Plänen nicht eingezeichnete Leitungen gefunden", sagt Lutz Nieke. "Derzeit stimmen wir deren Umverlegung mit der Deutschen Bahn ab."

Nur wenige Tage Verzug gibt es in der Helenenstraße. Hier halten sich die Beeinträchtigungen aber in Grenzen, so Nieke. Fußgänger kommen an der Baustelle vorbei.

Ob die Verzögerungen der Bauarbeiten komplett wieder aufgeholt werden können, steht noch nicht fest. Die Ablaufpläne werden derzeit mit Hochdruck überarbeitet, um die geplanten Endtermine doch noch zu halten. "An uns soll es nicht liegen", sagt Tuk-Vorarbeiter Gerhard Kretschmann. "Die Mitarbeiter unseres Unternehmens geben ihr Bestes."

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen