Schwerin 2018 : Frohe Botschaften und große Pläne

Gute Nachrichten für alle Schweriner: Die Gebühren für die Leerung der Hausmülltonnen sinken um vier Prozent, der gewohnte Abfuhrrhythmus bleibt aber erhalten.
Gute Nachrichten für alle Schweriner: Die Gebühren für die Leerung der Hausmülltonnen sinken um vier Prozent, der gewohnte Abfuhrrhythmus bleibt aber erhalten.

In Schwerin sinken Müllgebühren und Grundsteuer, Anwohnerparken in der City wird neu geregelt und weitere Großbaustellen drohen

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04. Januar 2018, 05:00 Uhr

Der Januar ist nicht nur ein guter Monat, um das eigene Leben ein bisschen umzukrempeln und mit guten Vorsätzen und Vorhaben zu beginnen – auch in der Landeshauptstadt ändert sich in diesem Jahr einiges. Durch neue neue Regeln können einige Schweriner sogar ein paar Euro sparen. SVZ hat zusammengestellt, was sich ab sofort ändert und worauf sich die Bürger der Landeshauptstadt in diesem Jahr noch einstellen müssen.

Davon profitiert jeder: Die Hausmüllgebühren sinken zum 1. Januar um vier Prozent. Für den einzelnen ist das im Monat vielleicht ein kleiner Betrag, in der Summe nimmt Schwerin dann aber jährlich 400 000 Euro weniger Müllgebühren ein. Grund ist die ein geringeres Abfallvolumen insgesamt und Einsparungen bei der Einsammlung und Behandlung des Mülls, teilen die Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen mit. Die Abfuhrtermine bleiben unverändert.

Die Grundsteuer B, die Hausbesitzer vierteljährlich zahlen müssen, wird auf einen Hebesatz von 595 Prozent gesenkt. Bislang lag er bei 630 Prozent und damit weit über dem Landesdurchschnitt. Alle Grundsteuerzahler bekommen voraussichtlich noch im Januar einen neuen Abgabenbescheid, teilt die Stadtverwaltung mit.

Die Gewerbesteuer, die Firmen auf ihre Gewinne zahlen, steigt indes auf einen Hebesatz von 450 Prozent. Erstmals seit neun Jahren wird sie angehoben – auf einen Wert, der dem in anderen großen Städte in MV entspricht, so die Verwaltung.

Für Krippen- und Kindergartenplätze gibt es vom Land ab 1. Januar für die Eltern einen monatlichen Zuschuss von 50 Euro pro Kind. Hört sich toll an, entlastet die Geldbeutel der Schweriner Familien aber nicht wirklich. Denn gleichzeitig endet der etwa ebenso hohe Zuschuss, den die Stadtvertreter ab Juli beschlossen hatten, als Bundesmittel aus dem nicht genutzten Betreuungsgeld frei wurden und neu vergeben werden konnten.

Eine neue Straßenreinigungssatzung tritt ebenfalls Anfang Januar in Kraft. Für rund die Hälfte aller Schweriner Straßen ergeben sich damit Veränderungen in der Reinigung, 88 Straßen wurden neu aufgenommen.

Einen wichtigen Personalwechsel gab es in der Stadtspitze zum Jahresbeginn: Oberbürgermeister Rico Badenschier übernahm von Andreas Ruhl das Finanzdezernat. Ruhl erhält von Badenschier das Kulturdezernat, das er dann mit den Bereichen Jugend und Soziales zu verantworten hat.

Ab Februar könnte das Parken in der Innenstadt einfacher werden – jedenfalls für Anwohner. Funktionieren soll das durch eine Zusammenlegung der Bewohnerparkzonen B/C sowie E/F. Wer sein Auto bislang in der Zone A abgestellt hat, darf künftig in bestimmten Bereichen auch die Zonen D und F nutzen. Durch die Regelung gibt es zwar nicht mehr Parkplätze, aber eine größere Auswahlmöglichkeit für den einzelnen.

Bürokratischer wird es für die Freunde von Osterfeuern – die müssen ihr flammendes Fest jetzt nämlich spätestens in der Woche vor Ostern schriftlich bei der Stadt anmelden. Die Geschäftsstelle Veranstaltungsmanagement, Mail ordnungsamt@schwerin.de nimmt die Anmeldungen entgegen.

Geduldig und stau-bereit müssen die Autofahrer in Schwerin 2018 auch wieder sein. Der Ausbau der B 321 zwischen Zippendorf und Mueß hat mit Baumfällarbeiten bereits begonnen, je nach Witterung geht es weiter. Im April startet dann die grundhafte Sanierung der Rogahner Straße und zwar zwischen der östlichen Auffahrt auf die Umgehungsstraße und der Einmündung in den Schulzenweg. Ein Jahr veranschlagt die Stadt für den ersten Bauabschnitt.

Großbaustellen plant Schwerin auch im Schulbereich: Fertiggestellt werden sollen der Heine-Hort, der Hort in der Friedensstraße sowie das Bildungs- und Bürgerzentrum im Mueßer Holz. In der City beginnen die Sanierungen von Heine- und Weinertschule. In Lankow starten die Bauarbeiten für die Berufsschule Technik, in der Weststadt soll eine zusätzliche Regionalschule entstehen und die Brinckman-Schule neu gebaut werden.

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