Existenzgründer : Frische Ideen für leere Läden

Frei: das Kunstgewerbehaus.
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Frei: das Kunstgewerbehaus.

Schweriner Gründerwettbewerb zur Belebung der Innenstadt geht in die zweite Runde

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12. Dezember 2014, 20:00 Uhr

Mehr kreatives Geschäftsleben für die Schweriner Altstadt, mehr Anlässe, um ausgiebig bummeln zu gehen und weniger Leerstand – der Gründerwettbewerb von Stadt, IHK, Einzelhandelsverband und Kreishandwerkerschaft will Wagemutigen einen Anstoß geben, in Schwerin ein eigenes Geschäft zu eröffnen. Obwohl die offizielle Bewerbungsfrist erst am 1. März startet und die Preisverleihung für Ende Juni geplant ist, können potenzielle Jungunternehmer jetzt schon mit dem Konzeptschreiben beginnen.

In der Altstadt warten viele Läden sehnlich auf neue Betreiber: „Das alte Apollo in der Schmiedestraße“, antworten Citymanagerin Sabine Steinbart und Einzelhandelsverbands-Geschäftsführerin Irmtraud Sykulla fast gleichzeitig auf die Frage, welchen Standort sie besonders gern an den Mann oder die Frau bringen würden. Es gibt noch weitere Sorgenkinder in dieser Straße: Auch das Geschäft im Kunstgewerbehaus gegenüber sucht neue Mieter, ebenso ein Laden weiter in Richtung Markt. Friedrichstraße, Schweriner Höfe – an vielen prominenten Orten in der City braucht es frische Ideen.

Die Organisatoren des Gründerwettbewerbs versprechen, bei der Suche nach dem passenden Standort tatkräftig zu helfen. Was die Ideen angeht, so seien der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Ein trendiges Café sei ebenso möglich wie ein Kunsthandwerk-Geschäft oder Mode. „Vor Kurzem traf ich eine Frau, die suchte für ihren Hund schicke Accessoires“, erzählt Irmtraud Sykulla und wittert auch hier eine ungewöhnliche, aber vielleicht gerade deshalb tragfähige Idee für einen neuen Laden. Sabine Steinbart denkt außerdem an die vielen selbstständigen Schweriner, die noch von zu Hause aus arbeiten und ihre Produkte oder Dienstleistungen via Internet anbieten. Ein paar von ihnen in die Innenstadt zu locken, wäre toll.

Im vergangenen Jahr gab es die erste Auflage des Gründerwettbewerbs. Unter den 15 Einsendern entschied sich die Jury für „Miss Törtchen“ als Gewinner. Die beiden Gründerinnen Elke und Lydia Lörke haben im Sommer 2013 ihr Cupcake-Cafe in der Schusterstraße eröffnet und können sich vor Kunden kaum noch retten. „Alle Nachbarn sind froh über Miss Törtchen, weil durch sie mehr Leben in die Straße gekommen ist“, sagt Sabine Steinbart. Auch Karsten Flatt mit seinem Spezialitäten-Café „Feinspitz“ in der Puschkinstraße ist noch am Markt, organisiert mittlerweile auch klassische Konzerte. Zwei andere Preisträger 2013 – das Restaurant Galeristro und das Geschäft Fernblau – haben die Gründung nicht umgesetzt. Für sie gab es damit auch nicht den Investitonszuschuss.

Gemeinsam mit Kristin Just und Ulrike Fahden von der IHK sowie Irmtraud Sykulla sitzt Sabine Steinbart in der Steuerungsgruppe, die das Projekt betreut. Die Jury ist mit rund 15 Experten viel größer, trifft sich allerdings viel seltener. Mit im Boot sitzen zudem Sponsoren wie W. Johannes Wentzel Dr. Consulting, HSP Concept, Sparkasse, Stadtwerke, Corent Networks, Möbel Pfiff und die Agentur „FrauWeding“. Sie helfen den Gründern vor allem mit professioneller Beratung z.B. in Sachen IT-Organisation, Marketing oder Betriebswirtschaft.

Wie der zweite Schweriner Gründerwettbewerb heißen wird, ist noch nicht raus. Der alte Flyer wird überarbeitet und im Februar präsentiert – inklusive relevanbter Daten.


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