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Bauen wird einfacher : Frieden zwischen Hauptstadt und Umland

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Vertreter der Gemeinden um Schwerin einigen sich mit der Landeshauptstadt über neue Ausrichtung des Wohnungsbaus

svz.de von
erstellt am 26.Apr.2014 | 09:00 Uhr

Die Landeshauptstadt und die umliegenden Gemeinden und Ämter sind auf gutem Weg, Streitpunkte auszuräumen und ihre Beziehungen zu verbessern. Dieses Fazit zog Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow nach einem Treffen mit Bürgermeistern und Amtsleitern.

Thema der Zusammenkunft war der Bau neuer Wohnungen und Häuser. Hier hatte es in der Vergangenheit starke Vorbehalte gegenüber Schwerin gegeben. Die Gemeinden argwöhnten, dass jegliche Entwicklung in ihren Dörfern blockiert wird. Denn im regionalen Raumentwicklungsprogramm ist festgeschrieben, dass in den Umlandkommunen nur sehr eingeschränkt neu gebaut werden darf. Doch da ergäben sich Ungereimtheiten. Beispielsweise dürfte Klein Trebbow noch Wohneinheiten bauen, der Bedarf ist aber gar nicht da. In Lübstorf oder Sukow dagegen möchte man gern noch weitere Wohnungen errichten – darf aber nicht mehr. „Wir haben eine Flexibilisierung vorgeschlagen“, so Gramkow. „Allerdings darf die Gesamtsumme der Wohnungen, die im Umland gebaut wird, nicht wesentlich überschritten werden. Ich streite mich aber nicht um ein, zwei Wohneinheiten.“

Inzwischen geht es aber gar nicht so sehr darum, ob Eigenheime in den Dörfern oder der Stadt gebaut werden. „Es geht immer mehr um Betreutes Wohnen, seniorengerechten Wohnraum und Mietwohnungen“, sagte die Oberbürgermeisterin. „Aber auch in diesen Fällen sind wir gesprächsbereit.“

Ob die verabredete Flexibilisierung des Wohnungsbaus im Schweriner Umland jetzt der endgültige Durchbruch ist, wird sich erst noch zeigen. Entscheiden müssen letztendlich die Gemeindevertretungen. Die werden im Mai neu gewählt. Ob die Mitglieder, die dann in den Kommunalparlamenten sitzen, ebenso einverstanden sind wie die Bürgermeister und Amtschefs jetzt, ist nicht einzuschätzen. Und es gibt weitere Knackpunkte, über die Schwerin und das Umland diskutieren müssen: Die Nahverkehrsbeziehungen müssen geregelt und ein Einzelhandelskonzept soll erarbeitet werden. Auf diesen beiden Gebieten gab es in der Vergangenheit auch immer wieder gegensätzliche Positionen. Doch Angelika Gramkow ist zuversichtlich. Sie wünscht sich, dass ein Stadt-Umland-Vertrag, in dem die Zusammenarbeit besiegelt wird, bis zum Jahresende unterschrieben ist.

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