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Zeitung für die Landeshauptstadt

12. Dezember 2017 | 07:44 Uhr

Super-Abitur : Fridericianum erhält Bestnoten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Im landesweiten Vergleich aller staatlichen Gymnasien belegt Schwerins Altsprachenschule beim Abitur-Durchschnitt Platz 2

svz.de von
erstellt am 20.Feb.2016 | 08:00 Uhr

Im vergangenen Jahr legten in Mecklenburg-Vorpommern mehr als 4000 Schüler ihr Abitur ab. Dabei erreichten zwei der insgesamt 82 staatlichen Schulen einen Zensurendurchschnitt unter 2,0 – das Rostocker Gymnasium Reutershagen und das Gymnasium Fridericianum in Schwerin. An beiden Schulen werden Klassen für Hochbegabte geführt.

Doch das ist für Schulleiterin Cordula Scheibel nicht das Ausschlaggebende. Zu den Gründen des hohen Leistungsdurchschnitts zählt die Pädagogin vor allem die gute Atmosphäre am altsprachlichen Gymnasium, die die Schüler anrege, sich im Unterricht und darüber hinaus kreativ zu betätigen. Hinzu komme ein sehr engagiertes Kollegium und eine intensive Zusammenarbeit mit den Eltern- und Schülervertretungen. „Unsere Schulkonferenz wird von einem Schüler geleitet. Das dürfte wohl einmalig im Lande sein“, vermutet die Schulleiterin.

Den Super-Platz im Ranking des Bildungsministeriums sieht sie bescheiden: „Wir sind sehr stolz auf unsere Schüler“, kommentiert sie sachlich. 2015 hatten 106 Schüler am Fridericianum das Abitur abgelegt. Der Notendurchschnitt betrug 1,89. Im Jahr zuvor lag er bei bei ebenfalls sehr guten 1,95.

„Unsere Abiturstufe ist fünfzügig. Das heißt, wir haben fünf Abiturklassen. Bei so vielen Schülern wird der Durchschnitt durch drei, vier Extreme nicht verzerrt“, sagt Oberstufenkoordinator Ernst-Peter Karpel. Aber stolz ist er schon darauf, dass im vergangenen Jahr acht Fridericianer das Abi mit der Traumnote 1,0 geschafft haben. Die relativ große Schülerzahl pro Jahrgang sieht Cordula Scheibel durchaus als Vorteil an. „So haben wir die Klassenverbände bis zum Abitur zusammen, das wirkt sich positiv auf den Zusammenhalt und die Motivation aus.“ Drei Hauptfächer – Deutsch, Mathe und Geschichte – werden im Klassenverband unterrichtet. Weitere Hauptfächer sind Fremdsprachen – Englisch, Latein, Französisch, Russisch und Altgriechisch – sowie die Naturwissenschaften Biologie, Chemie und Physik und als sechstes noch Informatik.

„Dank sehr engagierter Kollegen können wir auch außerunterrichtlich viel anbieten“, sagt die Schulleiterin. Mit beeindruckendem Ergebnis: Die Fridericianer haben das Bundesfinale von „Jugend debattiert“ gewonnen und reisen im März nach Dublin zum Europäischen Jugendparlament. Sie belegen hervorragende Plätze bei Fremdsprachenwettbewerben, haben bei der Stadt-Mathe-Olympiade den Wanderpokal gewonnen, sind Zweiter im Stadtschulsportvergleich, ernteten internationale Beachtung für Geschichtsprojekte zur verfemten Musik, bekamen Diplome im Bundeswettbewerb „Wissen wird lebendig“. Das Fridericianum ist Unicef-Schule und die erste Fair-Trade-Schule im Lande und vieles mehr. „Das alles machen unsere Schüler außerhalb des Unterrichts“, sagt Scheibel. „Wir sind eine ganz normale Schule, ermöglichen aber vieles.“

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