Im aufwind: : Freunde der Florian-Friedenstaube

Die Florian-Friedenstaube  steht für die Einhaltung der Menschenrechte und den Anteil der Feuerwehrleute weltweit daran. Landrätin Kerstin Weiss unterstützt das Anliegen. Die Cramonshagener Blauröcke um Arne Borck und Wehrführer Erwin Redweik (r.) betreuen diese Aktion.
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Die Florian-Friedenstaube steht für die Einhaltung der Menschenrechte und den Anteil der Feuerwehrleute weltweit daran. Landrätin Kerstin Weiss unterstützt das Anliegen. Die Cramonshagener Blauröcke um Arne Borck und Wehrführer Erwin Redweik (r.) betreuen diese Aktion.

Nordwestmecklenburgs Landrätin Kerstin Weiss unterstützt Aktion des Künstlers Richard Hillinger und der Feuerwehr Cramonshagen

svz.de von
06. November 2014, 23:56 Uhr

Die Florian-Friedenstaube ist im Aufwind: Die Aktion des Landshuter Künstlers Richard Hillinger und der Freiwilligen Feuerwehr Cramonshagen findet in Mecklenburg und weit darüber hinaus großes Interesse und neue Freunde. Landrätin Kerstin Weiss ist am Mittwochabend nach Cramonshagen gefahren, um das Projekt und das ehrenamtliche Wirken der Feuerwehrleute in Nordwestmecklenburg zu unterstützen. „Eine tolle Aktion, die ja noch weitaus mehr umfasst“, betont Weiss.

Denn Hillinger hatte 2008 insgesamt 30 solcher Friedenstauben geschaffen. Jede steht für einen Artikel der Allgemeinen Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen. Persönlichkeiten wie Alt-Bundespräsident Roman Herzog, der Dalai Lama, Michail Gorbatschow und Papst Benedikt XVI. sowie das Europäische Parlament und Amnesty International tragen die Aktion, machen sie weltweit bekannt. Und seit diesem Spätsommer auch die Feuerwehr Cramonshagen. Im Gemeindehaus im Neuen Dorf hat eine Taube ihre Heimstatt gefunden. Sie steht für das unermüdliche Wirken der Feuerwehrleute für die Sicherheit und den Schutz eines jeden Menschen. „Natürlich ist die Taube nur selten hier“, betont der stellvertretende Wehrführer Arne Borck, der die Aktion betreut. „Wir bringen sie zu Feuerwehren in Deutschland und Nachbarländer, bitten zudem Persönlichkeiten um Unterstützung.“ Und das mit einem enormen Erfolg. „Wir müssten fünf Tauben haben, um allen Bitten und Anfragen gerecht zu werden“, erzählt Wehrführer Erwin Redweik.

Die erste Reise der Cramonshagener mit der Florian-Friedenstaube führte nach Dänemark zum Jüdländischen Feuerwehrverband (SVZ berichtete). „Seitdem stehen wir mit den Kameraden dort per Mail im ständigen Kontakt“, nennt Borck einen Nebeneffekt der Aktion.

Landrätin Kerstin Weiss ist nun die erste Politikerin in der Region, die die Aktion öffentlich unterstützt. „Da mitzumachen, ist für mich selbstverständlich.“ Und die Verwaltungschefin ist stolz drauf, dass eine Feuerwehr aus einer kleinen Gemeinde aus Nordwestmecklenburg so für den Landkreis wirbt.

Auch für den obersten Dienstherrn aller Feuerwehrleute im Land ist es eine Herzenssache, dieses Projekt zu befördern: In der nächsten Woche sind die Cramonshagener im Schweriner Arsenal zu Gast, um Innenminister Lorenz Caffier die Florians-Friedenstaube zu präsentieren. Auch da wird ein Foto entstehen, das auf der Internetseite von Richard Hillinger die weltweiten Unterstützer zeigt.

„Wir werden aber auch auf der Straße oder beim Einkaufen von Menschen auf die Aktion angesprochen“, berichtet Redweik. Ebenso groß ist die Resonanz bei den Kameraden. So hat die Leezener Feuerwehr die Cramonshagener eingeladen. Dort soll besprochen werden, ob und wie die Taube mit zu den befreundeten Kameraden ins polnische Dygowo mitgenommen werden kann. Die große Resonanz stellt die Cramonshagener nur aber auch vor Probleme. Sie müssen die Termine koordinieren und auch um Geduld bitten. Zugleich sind die Kosten zu beachten. Denn Reisen und Versand kosten Zeit und Geld. „Bislang finanzieren wir alles allein“, betont Borck, der auch im Feuerwehrverein der Cramonshagener aktiv ist.

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