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Brüsewitz und das Internet : Freude über Minister-Millionen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Christian Pegel hatte gestern nicht nur eine gute Botschaft für die LTA-Brüsewitz im Gepäck, sondern auch Geld für den Breitbandausbau

von
erstellt am 27.Jul.2016 | 16:00 Uhr

Jetzt ist alles in Sack und Tüten. Na gut, fast. Aber die ersten Schritte zu einer guten Internetversorgung in Brüsewitz sind gemacht. Gestern brachte Verkehrsminister Christian Pegel das ersehnte Geld: Mehrere Zuwendungsbescheide für den Landkreis Nordwestmecklenburg. Allein für das Amt Lützow-Lübstorf gibt es vom Land rund 8 Millionen Euro, vom Bund etwa 15 Millionen und mit dem Eigenanteil der Gemeinde liegt die Gesamtfördersumme bei etwa 27 Millionen für den Breitbandausbau in diesem Amtsbereich.

„Für den Gemeindeanteil wird sich eine Lösung finden lassen. Zehn Prozent klingt nicht viel, doch bei so vielen Millionen ist das nicht wenig“, erklärte der Minister. Das ist Musik in den Ohren von Bürgermeister Manfred Dutz: „Quasi keinen Pfennig dazu bezahlen – mehr kann man sich als Bürgermeister nicht wünschen.“

Und vor allem sei es wichtig für die Gemeinde, die Menschen und die Wirtschaft. „Wir haben 2000 Einwohner und 800 Arbeitsplätze. Es sind 90 Gewerbeanmeldungen in der Kommune, das läuft nicht ohne gutes Internet“, betont der Bürgermeister. Auch LTA-Chef Andreas Schmitt kann davon ein Lied singen. Nicht nur gute Töne stimmt der Firmenchef an. So habe er jüngst einen großen Auftrag verloren, weil „mit 1,8 Megabit pro Sekunde nichts zu machen ist“, erklärt der Brüsewitzer Unternehmer. So müssen seine Mitarbeiter momentan Tag und Nacht sowie auch an den Wochenenden arbeiten, um entsprechende Daten zu senden. Mehrfach hatte er bei der Telekom um eine bessere Leitung gebeten. Rund 40 000 Euro hätte es gekostet. Ein Jahr Wartezeit. Doch dann kam der Anruf des Bürgermeisters. Es hätte mit den Fördermitteln für den Breitbandausbau aus dem Bundes-Topf geklappt. Und das Land ziehe mit.

Der Landkreis hatte stellvertretend für seine Gemeinde Anträge gestellt. Zusammen mit dem Land sind nun Pakete geschnürt worden, die die Gemeinden entlasten und zugleich stärken.

„Es ist die beste Wirtschaftsförderung, die man sich wünschen kann“, erklärte Landrätin Kerstin Weiss und war sichtlich zufrieden über so viel finanzielle Unterstützung. Die Stabsstelle ihres Hauses arbeite jetzt an der Ausschreibung, so dass die Bagger so schnell wie möglich rollen können. „Ich hoffe, dass spätestens 2018 alles fertig ist“, fügte sie hinzu. Auch LTA-Chef Schmitt schien etwas erleichtert. Mit 50 Megabit pro Sekunde könne er erst einmal gut leben. Dass es sogar noch etwas mehr wird, sei nicht ausgeschlossen, meinte Pegel. „Das muss mit dem Kreis abgestimmt und in der Ausschreibung berücksichtigt werden“, schob er hinterher. Andreas Schmitt würde es freuen.

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