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Kreis will Straßen sanieren : Freude in Gneven und Bülow

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Finanzausschuss von Ludwigslust-Parchim steckt Vorhaben für das laufende Jahr ab

svz.de von
erstellt am 13.Jan.2014 | 23:42 Uhr

Die Gnevener und die Bülower können sich Hoffnungen machen, dass sie in naher Zukunft nicht mehr auf Holperstrecken, sondern auf sanierten Kreisstraßen in ihre Dörfer kommen: Die K 105 zwischen Kritzow und Gneven und die K 111 von Badegow nach Bülow gehören zu den Investitionsvorhaben, die auf der Vorschlagsliste der Kreisverwaltung für das Jahr 2014 stehen. Beschlossen ist aber noch nichts. Schließlich soll der Kreistag erst am
20. März über den Haushalt für das laufende Jahr abstimmen. Doch jetzt läuft die Debatte in den Fachausschüssen des Kreistages.

Zum Auftakt befasste sich der Haushalts- und Finanzausschuss in einer vierstündigen Mammutsitzung mit dem Finanzplan. Die Verwaltung schlägt vor, dass der Landkreis rund 4,2 Millionen Euro Eigenmittel für Investitionen bereit stellt. Zusammen mit Fördermitteln würde das ein Investitionsvolumen von 8,37 Millionen Euro ergeben. Der Löwenanteil davon soll in die Kreisstraßen fließen. Knapp 2,9 Millionen Euro plant die Kreisverwaltung an Eigenmitteln für diesen Bereich ein – so viel wie noch nicht seit der Fusion der Kreise Ludwigslust und Parchim. Ausreichen wird die Summe dennoch nicht, um alle Wünsche und berechtigten Forderungen zu erfüllen. „Der Bedarf ist wesentlich höher als das, was wir im Haushaltsplan darstellen können“, betont Hans-Georg Zwang, Fachdienstleiter Straßen- und Tiefbau. „Aber immerhin ist eine positive Entwicklung zu sehen.“ Damit steht jetzt die undankbare Aufgabe an, aus der Vielzahl der erforderlichen Maßnahmen die dringendsten auszuwählen.

Gnevens Bürgermeister Johannes Neben geht aber davon aus, dass der avisierte Ausbau der Kreisstraße von Gneven bis Kritzow in diesem Jahr in Angriff genommen wird. „Endlich“, wie Neben betont. Denn im Gespräch ist dieses Vorhaben schon seit 20 Jahren. „Seit 1994 bin ich Bürgermeister von Gneven, so lange wird über den Ausbau geredet.“ An einigen Stellen ist diese Straße 3,50 Meter schmal. Bei Gegenverkehr wird es nicht nur eng, sondern gefährlich. Der Landkreis hat sich zu diesem Projekt bekannt, weil sie als Anfahrtsweg zum Vorbecker Golfplatz eine hohe Bedeutung für den Tourismus habe, berichtet Neben. Die Straße soll nun auch auf die – vorgeschriebene – Breite von 6,50 Meter ausgebaut werden. Und mehr noch: Parallel dazu planen Gneven und Langen Brütz die Errichtung eines Radweges. „Wir Gemeinden hatten die Planungen für den Radweg schon lange abgeschlossen“, berichtet Johannes Neben. Doch dann kam der Kreis und ging an die Projektierung seiner Straße. Der Radwegebau wurde zurückgestellt. Gnevens Bürgermeister setzt darauf, dass die einst für die Radweg schon zugesagten Fördermittel ins jetzige Projekt fließen. Einen Wermutstropfen bei diesem Vorhaben gibt es dennoch: Zwischen Godern und Gneven soll nicht gebaut werden, da die Kreisstraße dort nicht so schlecht aussieht wie weiter in Richtung Kritzow. Damit bleibt aber auch eine Lücke im Radwegenetz in Richtung Schwerin.

Auch der Bülower Bürgermeister Klaus Aurich ist froh, dass die Sanierung der Hauptstraße von der Landesstraße zwischen Crivitz und Goldberg in seine Gemeinde endlich in Angriff genommen werden soll. Diese Kreisstraße ist schon fast mehr Flugschanze als Huckelpiste. Denn nach der Umverlegung der Warnow in den 1970er-Jahren sackte der morastige Untergrund ab. Der zunehmende Schwerlastverkehr nach der Wende sorgt dafür, dass diese Straße nur noch aus Dellen besteht. Um nach Bülow zu kommen, nutzen Ortskundige seit Jahren Nebenstraßen – und fahren diese kaputt. Die Gemeinde Bülow ist in das Sanierungsprojekt nicht direkt einbezogen, aber Bürgermeister Klaus Aurich weiß, dass der Ausbau in Etappen erfolgen soll – beginnend bei Badegow. Selbst wenn die Bülower noch warten müssen, bis die sanierte Straße bis in ihr Dorf führt, sei das ein riesiger Fortschritt, so Aurich.

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