Mehr als 1000 Besucher nutzten die Anlage in Warnitz : Freizeit-Renner Fußballgolf

Alexander Scholz (2.v.r.) war der 1111. Besucher auf dem 18-Loch-Platz hinter der Alten Dorfschule in Warnitz. Klawitter
Alexander Scholz (2.v.r.) war der 1111. Besucher auf dem 18-Loch-Platz hinter der Alten Dorfschule in Warnitz. Klawitter

Dass die erste Fußballgolfanlage in MV so einschlägt, das hätte sich Initiator Axel Höhn nicht träumen lassen. Am ersten Tag der Damen-Fußball-WM war sie auf dem Gelände der Zukunftswerkstatt in Warnitz eröffnet worden.

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05. Oktober 2011, 10:34 Uhr

Warnitz | Dass die erste Fußballgolfanlage in Mecklenburg-Vorpommern so einschlägt, das hätte sich Initiator Axel Höhn offen gestanden nicht träumen lassen. Am ersten Tag der Damen-Fußball-WM war sie Ende Juni auf dem Gelände der Zukunftswerkstatt in Warnitz eröffnet worden. Vor wenigen Tagen wurde dort schon der 1111. Spieler willkommen geheißen - standesgemäß mit einer Flasche Sekt. Außerdem wurde in Warnitz ein neuer Sportverein aus der Taufe gehoben: der Fußballgolf Schwerin e.V. Zu den Gründungsmitgliedern gehört - natürlich - Zukunftswerkstatt-Chef Axel Höhn. Vereinsvorsitzender ist Dietmar Büch.

Vereinsmitglieder können jederzeit auf der 18-Loch-Anlage in Warnitz kicken. Einen Trainer gibt es aber noch nicht. "Wir werden zu gegebener Zeit darüber nachdenken", sagt Höhn. Jetzt steht erst einmal ein offizielles Turnier auf dem Plan: Am 15. Oktober wird der 1. AOK-Cup im Fußballgolf ausgetragen. Gespielt wird in vier Kategorien: Herren, Damen, Jungen und Mädchen. Anmelden können sich Freizeitkicker am einfachsten übers Internet unter www.fussballgolf-schwerin.de.

Jeden Werktag öffnet die Anlage um 14 Uhr, am Wochenende geht es schon um 11 Uhr los. "Natürlich ist Fußballgolf sehr wetterabhängig, bei Regen kommt normalerweise keiner", sagt Höhn. "Aber Ansprechpartner und Bälle sind immer vor Ort." Letzter Abstoß ist um 17.30 Uhr. Rund anderthalb Stunden dauert der Parcours. Der angesagte Sport ist eine Mischung aus Minigolf und Fußball. Auf einigen der Parcours spielt Glück nämlich eine viel größere Rolle als Können. Zu Beginn erhält der Spieler einen Ball sowie eine Score-Card, auf der die so genannte Par-Zahl für jedes Loch vermerkt ist. Sie gibt an, wie viele Kicks ein durchschnittlicher Spieler zum Einlochen benötigen würde. Die Anzahl der eigenen Schüsse wird auf der Karte notiert. Nach sieben Versuchen ist Schluss. Strafpunkte gibt es, wenn der Ball im Nachbarfeld oder außerhalb der Anlage landet. Gewonnen hat der Spieler mit der geringsten Punktzahl.

Die einzelnen Parcours tragen Namen wie Apachenhügel, Schlangengrube, Großer Stein, Ochsenauge oder Achterbahn und sind mit allerlei Schwierigkeiten gespickt. Mal muss um die Kurve gekickt werden, ein andermal geht es über Zäune, Hügel, Sandbunker oder Balltrichter. Sie sind zwischen elf und 100 Metern lang.

In diesem Sommer waren sowohl Touristen als auch Schweriner, Familien und Jugendgruppen auf der Anlage. Eine positive Resonanz gab es eigentlich immer, so Höhn. "Sogar die Skandinavier, die Fußballgolf aus ihrer Heimat schon länger kennen, haben uns gelobt, weil die Anlage so gepflegt aussieht", sagt Höhn. Lediglich Schulklassen kommen nach den Sommerferien seltener als zuvor. Dabei gibt es für die in Warnitz noch mehr als Fußballgolf. Sie könnten nach dem Kicken gleich noch grillen oder Bäume bestimmen gehen, schlägt Höhn vor. Auf dem Gelände gibt es viele verschiedene Arten. Und bald vielleicht Rollerblades fahren. Eine Skater-Bahn bauen die Mitarbeiter der Zukunftswerkstatt nämlich auch gerade in Warnitz.

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