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19. November 2017 | 02:26 Uhr

Marienplatz-Bau : "Freitag geht es los!"

vom

Das Wochenende in der Innenstadt wird turbulent: Am Freitag 20 Uhr beginnen die Bauarbeiten auf dem Marienplatz. Für 7 Millionen Euro erhält das Stadtzentrum ein neues Gesicht. "Explosionsartig" werde der Auftakt sein.

svz.de von
erstellt am 19.Mär.2012 | 08:46 Uhr

Altstadt | Das Wochenende in der Innenstadt wird turbulent: Am Freitag Schlag 20 Uhr beginnen die Bauarbeiten auf dem Marienplatz. Für rund 7 Millionen Euro erhält das Stadtzentrum ein neues Gesicht. "Explosionsartig" werde der Auftakt sein, kündigten die Beteiligten gestern Abend auf der Pressekonferenz an, die sich der aufregenden Bauphase 1 widmete. Zwei Wochen soll sie dauern. In dieser Zeit fahren keine Straßenbahnen über den Platz, ein Großteil des Areals wird abgesperrt, aufgerissen und aufgebuddelt. In drei Schichten wird rund um die Uhr gearbeitet.

Für die rund 28 000 Fußgänger, die den Marienplatz laut neuester Zählungen jeden Tag passieren, bedeutet das nicht nur Umwege, sondern auch Lärm, Staub und ein bisschen weniger Bummel-Spaß. Denn sie müssen nicht nur den separat abgesperrten Baustellen und Abstellflächen ausweichen. Auch Nahverkehrsbusse fahren über die restliche freie Fläche - scharf entlang der Sparkasse, an der Marienplatz-Galerie vorbei und die Lübecker Straße hoch. Sie stellen den Schienenersatzverkehr für die Linien 1,2 und 4 vom Bertha-Klingberg-Platz Richtung Nordstadt oder Platz der Freiheit. Denn die Straßenbahnschienen kommen schon am Freitagabend alle raus. Eingleisig wird die Bahn erst wieder in Bauphase 2 über den Platz fahren. Die beginnt voraussichtlich am 6. April.

Etwas anderes als Bau- und Straßenbahnverkehr soll es auf dem Platz übrigens nicht geben. Die Busse der Linien 10 und 14 werden bis Anfang August über die Mecklenburgstraße geleitet.

Bis zum 30. November dauert das Großprojekt insgesamt. In dieser Zeit werden die Baustellen wandern, von den Tiefbauarbeiten mit Sanierung der Abwässerkanäle geht es über Gleisarbeiten bis zur Pflasterung. "Ehrgeizig" nennt Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow den Zeitplan. "Aber wir freuen uns darauf, weil der neue Platz unserer Stadt ein neues Feeling geben wird." Dennoch räumt sie ein: "Trotz optimaler Vorbereitung kann es natürlich Verzögerungen geben." Damit das möglichst nichts am vereinbarten Bauende ändert, damit unerwartete Entscheidungen schnell getroffen werden können und es keinen Baustillstand gibt, dafür wurde Reinhard Henning als Projektleiter engagiert. Er hat sich schon als Technischer Leiter der Buga profiliert und kennt aus dieser Zeit viele der beteiligten Baufirmen, wie z.B. Matthäi. Ihm zur Seite steht als Logistiker Ludger Bussmann, der seine Aufgabe so umreißt: "Ich verstehe mich als Kummerkasten und Vermittler zwischen bauausführenden Firmen und Anliegern. Es wird erfahrungsgemäß Probleme geben. Wichtig ist, dass wir sie friedlich lösen."

Schon vor der heißen Phase am Freitagabend sieht es auf dem Marienplatz ungewöhnlich leer aus. Die Bäume vor der Sparkasse wurden bereits gefällt, in den nächsten Tagen folgen unter anderem die Fahrradbügel, Telefonzellen, Wartehäuschen, Beleuchtung und der Fahrkartenautomat.

Die Stadtverwaltung hält für alle Interessierten auf ihrer Homepage unter www.schwerin.de ein Informationspaket mit den einzelnen Bauphasen und Zeitabläufen bereit. Demnächst wird dort zusätzlich eine Seite mit allen wichtigen Ansprechpartnern freigeschaltet.

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