zur Navigation springen

Gesellschaft der Theaterfreunde Schwerin : Freier Eintritt für mehr als 800 Schüler

vom

Das Stück nimmt Casting-Shows auf die Schippe: "Deutschland sucht das Suppenhuhn oder Ich bin kein Star, lasst mich hier drin". Die Produktion des Mecklenburgischen Staatstheaters trifft den Nerv des jungen Publikums.

Schwerin | Es ist ein Stück, das die Casting-Shows unserer Zeit auf die Schippe nimmt: "Deutschland sucht das Suppenhuhn oder Ich bin kein Star, lasst mich hier drin". In rasant aneinander gereihten Szenen reflektiert die Produktion des Mecklenburgischen Staatstheaters die moderne TV-Wirklichkeit - und trifft damit vor allem den Nerv eines jungen Publikums. "Witzig und cool" sei die Inszenierung von Peter Dehler, sagt Nona Saranguljan, 16 Jahre alt und Schülerin der Schweriner Erich-Weinert-Schule. Sie war von dem Stück genauso an getan wie ihre Mitschüler, die jetzt eine Aufführung im E-Werk mit erlebten, ermög licht von der Gesellschaft der Theaterfreunde.

Seit der Spielzeit 1997/98 gibt es das so genannte "Schülerprojekt" der Theaterfreunde. "Wir wollen Schüler insbesondere von Regionalschulen in Schwerin sowie in den Landkreisen Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Parchim von der siebten Klasse an kontinuierlich an das Medium Theater heranführen", erläutert Vorstandsmitglied Matthias Kunze. Pro Spielzeit können alle teilnehmenden Klassen eine, je nach Kassenlage auch zwei, selbst ausgewählte Vorstellungen besuchen. Die Kartenfinanzierung übernehmen die Theaterfreunde.

Zwischen 3000 und 6000 Euro für etwa 300 bis 500 Theaterbesuche der Schüler stellen die Theaterfreunde jährlich aus Spenden zur Verfügung. In den vergangenen Jahren haben die Sparkassen-Stiftun gen in der Landeshauptstadt und im Landkreis Ludwigslust das Projekt durch großzügige Spenden immer wieder unterstützt. Und weil sich in der laufenden Spielzeit sage und schreibe mehr als 800 Schüler ange meldet haben, legte die Sparkasse Meck lenburg-Schwerin ganz spontan noch einmal 3000 Euro obendrauf. "Das Mecklenburgische Staatstheater ist ein kultureller Leuchtturm in unserer Re gion, und wir möchten vielen jungen Leuten ermöglichen, daran teilzu haben", begründet Sparkassen-Vorstand Diedrich Baxmann das En gagement für die Initiative, die in zwischen auch in andere Bundesländer ausstrahlt.

Als Bindeglied zwischen den Theaterfreunden, den angemeldeten Lehrern und ihren Schülern fungiert Theater pädagogin Antonia Holle. Sie kümmert sich um die Auswahl der Stücke und organisiert die Begleitung der einzelnen Klassen. "Ich besuche die Jugendlichen auch in der Schule, wenn es gewünscht wird", betont Holle. Kein Wunder, dass Lehrer Andreas Mensch von der Weinertschule begeistert ist: "Ich finde es toll, dass es so ein Angebot gibt." "Deutschland sucht das Suppenhuhn" ist am 6. Januar um 19.30 Uhr erneut im E-Werk zu sehen.

zur Startseite

von
erstellt am 23.Dez.2011 | 05:33 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen