Freie Fahrt? Erst in sechs Monaten

Schäden an Brücke bei Gneven kurz vor Fertigstellung entdeckt: Arbeiten verzögern sich bis zum Sommer

Hoffmann_passbild.jpg von
29. Januar 2019, 20:02 Uhr

Drei Tage vor Ablauf der geplanten Bauarbeiten kommt die schlechte Nachricht: Die Arbeiten an der Warnowbrücke bei Gneven verzögern sich um Monate. Anwohner und Besucher, die einen Blick auf die Baustellen werfen konnten, ahnten schon seit Tagen und Wochen, dass die Brücke nicht zum 31. Januar fertiggestellt wird. Zur Zeit ruhen die Arbeiten an der Baustelle. Schweres Gerät steht am Ufer bereit. Der Bereich um die zu bauende Brücke wurde mit Stützwänden abgesichert und weitgehend leer gepumpt.

Grund für die Verzögerung sind zusätzliche Schäden, die an den Flügelwänden des Bauwerkes entdeckt wurden. „Die Schäden wurden trotz umfangreicher Voruntersuchungen in der Planungsphase erst in der Baudurchführung sichtbar“, sagt Hans-Georg Zwang, Leiter des Fachdienstes Straßen- und Tiefbau des Landkreises Ludwigslust-Parchim.

Der neue Termin für die Fertigstellung ist laut Landkreis nun Mitte des Jahres. Bis dahin werden die alten Flügelwände abgebrochen und neue Stützwände neu geplant und im Anschluss installiert. Seit Mitte August vergangenen Jahres ist die Kreisstraße an der Warnow zwischen Gneven und Vorbeck vollgesperrt, Fußgänger können den Fluss über eine Behelfsbrücke passieren. Besucher der Golfanlage oder des Reitstalls in Vorbeck müssen einen mehrere Kilometer langen Umweg über Langen Brütz und Kritzow in Kauf nehmen.

Die Nachricht trifft vor allem Hotel und Reitstall Gut Vorbeck und die Golfanlage Winston Golf östlich der Warnow. Tipp: Besucher des Reitstalles oder der Golfanlage können auch mit dem Auto über Gneven bis zur Brücke fahren, dort parken und die restliche Strecke, rund 1,5 Kilometer, zu Fuß gehen. Laut Fachdienst Straßen- und Brückenarbeiten des Landkreises wird sich die Verzögerung im Brückenbau nicht auf den Start der Bauarbeiten auf dem weiteren Streckenabschnitt bis nach Kritzow auswirken. Aktuell laufen die Gespräche mit dem örtlichen Zweckverband, der noch vor den umfangreichen Kreisstraßensanierungen Wasserleitungen in dem Bereich verlegen muss. Zuvor plante der Zweckverband, die Arbeiten erst am Ende des Jahres durchzuführen. Das hätte den Straßenbau erheblich verzögert.

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