Motorsport-Spektakel am Sonnabend : Freestyle-Show: Weltmeister kommt

Star der Freestyle-Motocross-Szene: Weltmeister Libor Podmol kommt nach Schwerin.
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Star der Freestyle-Motocross-Szene: Weltmeister Libor Podmol kommt nach Schwerin.

Bei der Premiere am Sonnabend in der Sport- und Kongresshalle starten neben Libor Podmol mehr als 30 der weltbesten Motorsportler

svz.de von
04. Dezember 2013, 17:45 Uhr

Atemraubende Sprünge, kühne Fahrer, eine gigantische Pyro- und Lasershow und ganz viel Action erwartet die Besucher der Premiere der Freestyle-Show am Sonnabend in der Sport- und Kongresshalle. Von 19 Uhr an erleben sie Sport der Extraklasse in der „Night of Freestyle“. Mehr als 30 der weltbesten Fahrer zeigen ihr Können in sieben verschiedenen Freestyle-Sportarten. Ob mit Motocross-Maschinen, Mountain-Bikes, Trials, Quads, Snowmobilen, Mini-Bikes oder BMX-Rädern: Die Fahrer zeigen, was in ihnen steckt. Mit dabei ist auch der amtierende Weltmeister im Freestyle Motocross (FMX), Libor Podmol (29).

Der frisch gebackene zweifache Vater besticht nicht nur durch seine Fähigkeiten auf dem Motorrad, sondern vor allem dadurch, dass er trotz seiner Erfolge völlig auf dem Boden geblieben ist und nur abhebt, wenn er sich mal wieder auf Medaillenjagd begibt. Aufgewachsen ist er quasi mit Zweirädern. Sein Vater, der denselben Vornamen trägt, war in Tschechien eine Enduro-Legende. So war es nur eine Frage der Zeit, bis auch der Junior sich motorisiert im Dreck fortbewegen würde.

„Meine MX-Geschichte begann, als ich mit zehn Jahren ein eigenes Motorrad unterm Christbaum stehen hatte. Bis ich 19 Jahre alt war, fuhr ich in der tschechischen Meisterschaft Motocross und Supercross, doch das Geld, das ich dadurch verdiente, reichte nicht“, sagte der Weltmeister einem Szene-Magazin. Eher zufällig rutschte Libor dann in die Freestyle-Motocross-Szene. „Zusammen mit meinem Kumpel Martin Koren fuhren wir 1999 bei den Gladiator Games mit und zeigten ein paar läppische Tricks. Das hat echt Spaß gemacht und wir haben dabei mehr als beim Racing verdient. Also dachten wir uns, dass es in Zukunft cool sein würde, mehr FMX zu fahren.“

Nachdem sich Libor und Martin im Doppelpack gegenseitig zu immer besseren Tricks schaukelten, landeten sie zu Anfang des Jahrtausends bei der „Night of the Jumps Tour“, die damals noch nicht den Weltmeisterschafts-Status besaß wie heute, aber die wichtigste
Wettkampf-Tour in Europa war. Libor fiel er vor allem durch seinen wilden, zappeligen Stil bei den Tricks auf. Bei fast jedem Sprung befürchtete man, dass er nur knapp einem Sturz entronnen wäre. Erst mit der Zeit merkte man, dass Libor nicht permanent weit über seinem Limit fuhr, sondern das Ganze einfach sein Art war. Neben seinem wilden Stil war er ebenfalls bekannt dafür, dass er es bevorzugte, am Oberkörper lediglich mit einem T-Shirt bekleidet zu
fahren.

Als dem Tschechen 2006 in Hamburg eine Sprungkombination nicht richtig gelang und er Experten zufolge so den Sieg verschenkte, änderte er sich. Er war plötzlich konzentriert und strahlte den absoluten Willen zum Erfolg aus. Dreimal in Folge Vize-Weltmeister und einmal Dritter, bis er 2010 den Ruf des ewigen Zweiten abschütteln konnte und selbst Freestyle-Motocross-Weltmeister wurde. Jetzt hat er beste Chancen, als zweiter Fahrer erneut den Weltmeistertitel zu erkämpfen. Warum die Szene zu diesem Schluss kommt, davon können sich die Besucher am Sonnabend in Schwerin überzeugen.




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