Schweriner Wettbewerb : Frauen triumphieren mit Öko-Idee

Zwei Cafés und ein Laden, der ohne Plastik-Verpackung auskommen möchte: Mit diesen Ideen gewannen die potenziellen Existenzgründer den Wettbewerb 2017.
Zwei Cafés und ein Laden, der ohne Plastik-Verpackung auskommen möchte: Mit diesen Ideen gewannen die potenziellen Existenzgründer den Wettbewerb 2017.

Annemarie Boeck und Geneviève Braune gewinnen dritten Schweriner Gründerwettbewerb mit Konzept für „Unverpackt-Laden“

von
05. Januar 2018, 16:00 Uhr

Tuscherei, Kreativkaufhaus, die Cafés Miss Törtchen und Feinspitz sind aus dem Schweriner Stadtbild kaum mehr wegzudenken. Was sie verbindet: Alle Geschäftsinhaber haben sich in die Selbstständigkeit gewagt und sind Preisträger des Gründerwettbewerbs der Stadt. 2013 wurde er zum ersten Mal ausgelobt, zwei und vier Jahre später wiederholt. Im vergangenen Sommer entschied die Jury, Annemarie Boeck und Geneviève Braune den ersten Platz zuzusprechen für ihre Idee eines Unverpackt-Ladens in Schwerin. „Freie Konsum Kultur – FKK“ war der Titel des Konzepts für ein Geschäft, in dem es keine Plastiktüten mehr geben soll, sondern die Ware in selbst mitgebrachte Beutel, Dosen oder Flaschen gefüllt wird. In Großstädten ist dieses nachhaltige Konzept längst Trend. Über Crowdfunding – also Geldspenden von Privatpersonen – sollte das Startkapital zusammenkommen.

Platz zwei ging 2017 an Janine Kurtz mit ihrem Geschäftskonzept „Black Cat Coffeeshop“. Die gebürtige Schwerinerin und Marketingfachfrau hat eine Leidenschaft für guten Kaffee, Cookies, Sandwiches, Shakes – und für ihre Heimat.

Das syrisch-mediterrane Restaurant „Layalina-Amasyna“ von Ziyan Atfeh und Aseel Al Fawal stufte die Jury als „besonders“ ein. Es soll ein Integrationsort mit Tanz, Gesang, Tradition sowie syrischer und mediterraner Küche werden. Ziyan Atfeh ist ausgebildeter Opernsänger und kam 2016 zu den Schlossfestspielen nach Schwerin. Aseel Al Fawal ist gelernter Jurist, erreichte 2015 als Geflüchteter Westmecklenburg.

Der dritte Gründerwettbewerb, der von IHK, Landeshauptstadt, Handelsverband Nord und vielen Partnern getragen wird, könnte in dieser Form der letzte gewesen sein. Das Konzept soll ausgeweitet werden, sagt Organisatorin Kristin Just von der IHK. Vielleicht auf den gesamten IHK-Bezirk, vielleicht aber auch auf einen anderen Themenschwerpunkt, wie beispielsweise Digitalisierungsstrategien im Handel. Die Zahl der Existenzgründungen im Handel sei inzwischen nämlich rückläufig. Ein neuer Wettbewerb könnte zeigen, wie Händler mit einem Ladengeschäft das Internet nutzen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen