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Schweriner Historiker : Forscher, der gern zaubern würde

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Norbert Credé kam 1991 nach Schwerin, um das Stadtgeschichtsmuseum aufzubauen: Er beantwortet die Fragen der SVZ

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erstellt am 15.Apr.2016 | 23:27 Uhr

Wo Norbert Credé heute arbeitet, wohnte vor 100 Jahren der Mueßer Lehrer – im ersten Stock der Dorfschule im Volkskundemuseum Mueß. Seit 25 Jahren kümmert er sich um die Stadtgeschichte in Schwerin, leitete das Museum und wünscht sich, dass die vielen Ausstellungsstücke, die heute in den Depots liegen, wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Maren Ramünke-Hoefer stellte ihm die zehn Fragen der SVZ.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz in Schwerin?

Im Stadtgeschichtsmuseum – es wäre schön, wenn es dafür wieder einen eigenen, festen Ort gäbe.
Was würden Sie als Oberbürgermeister in Schwerin sofort ändern?

Ich würde die gesamte Kultur in Schwerin viel besser ausstatten, so dass sie ein Highlight für alle wird. Dazu braucht es mehr Personal, neue Ideen und öffentliche Anerkennung.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient und wofür haben Sie es ausgegeben?
Ich habe Zeitschriften verteilt. Das Geld habe ich für ein Mofa gespart.

Was würden Sie gerne können?

Ich würde gerne zaubern können. Und zwar nicht einfache Kartentricks, sondern eher wie Harry Potter. Manchmal möchte ich einfach Leute verschwinden lassen oder Dinge herzaubern, die ich brauche.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Einen richtigen Helden habe ich nicht, das ist mir irgendwie suspekt. Aber Vorbilder habe ich viele, je nachdem, womit ich mich gerade beschäftige. Zurzeit ist mein Vorbild der Gestalter eines Museums, von dem ich mir einige Ideen hole.

Welches Buch lesen Sie gerade?
Privat habe ich gerade Wilhelm Raabes „Stopfkuchen“ wieder rausgeholt, ich lese aber auch moderne Romane. Und beruflich lese ich natürlich viele historische Bücher.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?

Den „Tatort“ am Sonntag schaue ich meistens. Fernsehen ist für mich reine Entspannung.

Wen würden Sie gerne mal treffen?

Den Bundespräsidenten Joachim Gauck. Auf mich wirkt er wie ein aufrechter, ehrlicher Mensch. Ich halte von ihm sehr viel.

An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?

Das ist wohl das Geschenk meines Lebens und das habe ich natürlich von meiner Mutter bekommen. Das ist das wertvollste. Alle anderen Geschenke sind doch schnell wieder weg.
Was werden Sie als Rentner machen?

Weitermachen wie bisher und das tun, was mir am meisten Spaß macht: in der Geschichte forschen. Ansonsten bin ich auch gern im Garten oder reise sehr gerne durch Europa.

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