Windros-Festival : Folk-Musiker feiern mit 2000 Freunden

Das Dragseth Folk-Trio aus Schleswig-Holstein freute sich über viele Zuhörer auf der großen Bühne am Sägegatter.  Fotos: Bert Schüttpelz (2)
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Das Dragseth Folk-Trio aus Schleswig-Holstein freute sich über viele Zuhörer auf der großen Bühne am Sägegatter. Fotos: Bert Schüttpelz (2)

Windros-Festival bringt Künstler aus vielen Ländern in Schwerin zusammen

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06. September 2015, 21:00 Uhr

„Folk-Musik ist doch unser Jahrgang, die hat uns schon vor mehr als 30 Jahren begeistert. Ist doch klar, dass ich da auch zum Festival komme. Außerdem trifft man hier viele Freunde“, betont Burkhard Karberg, einer der mehr als 200 Gäste des Windros-Festivals. „Volksmusik ist doch auch ein Kulturgut, das nur erhalten bleibt, wenn die Menschen das auch leben“, ergänzt Frank Scheffelmeier. Und Karla Henning, Anwohnerin aus Mueß, fügt hinzu: „Die Musik ist super, das Festival passt ideal in unser Museumsdorf.“

Die Freundlichkeit, Begeisterung und Zusammengehörigkeit war während des gesamten Festivals überall im Freilichtmuseum zu spüren: Schon am Eingang wurden die Besucher herzlich von Museumsfreunden – unter anderem von Brigitte Nagel, Irmtraud Kolodziej, Annerose Bülow und Ute Hennings – in Empfang genommen. Musik an vielen Standorten wie etwa der Bühne am Sägegatter, in der Hufe 5, in der Schulscheune, am Seeufer, in der Agrarscheune oder am Kunstkaten sowie die Vielfalt der Künstler sorgten für Abwechslung. Wer keinen Platz in der Scheune fand, setzte sich ins Gras davor oder ging zur nächsten, wem die schrille Stimme und die schrägen Fiddle-Töne nicht gefielen, hörte sich die betörenden Klänge einer frisch geschnitzten Weidenholzflöte an. Das Festival hatte für jeden Geschmack etwas zu bieten.

Davon schwärmten auch die Musiker. „Das ist ein Projektfestival, bei dem auch wir miteinander vieles probieren und voneinander lernen wollen. Dafür bietet dieser Standort mit seiner unvergleichlichen Atmosphäre den idealen Rahmen“, erläutert Initiator Dr. Ralf Gehler. Auch Musiker Volker Brandt, der ebenso wie Gehler im Pipenbock-Orchester mit spielt, ist rundweg zufrieden: „Es ist wundervoll zu erleben, dass das Publikum uns nicht vergessen hat und uns immer noch mag“, sagt der Schweriner aus der Band „Saitenspinner“. „Drei von uns spielen schon seit 30 Jahren zusammen. Aber hier beim Festival aufzutreten, das ist etwas wirklich Besonderes.“

Diese Besonderheit schätzt auch Martin Bodenstein: „Ich habe noch kein Windros-Festival ausgelassen“, versichert der Schweriner. „Folk hat mich in den 80er-Jahren infiziert und nicht mehr losgelassen“, sagt er lachend.

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