Schwerin : Fokkerhalle soll Urlauber locken

Im Frühjahr wurde „Hangar 19“ feierlich eröffnet: Dr. Heiko Schulze, Alexander Heine, Sebastian Heine, Roland Feldmann (v.l.) haben dem Areal der ehemaligen Fokkerwerke wieder Leben eingehaucht.
Im Frühjahr wurde „Hangar 19“ feierlich eröffnet: Dr. Heiko Schulze, Alexander Heine, Sebastian Heine, Roland Feldmann (v.l.) haben dem Areal der ehemaligen Fokkerwerke wieder Leben eingehaucht.

Investoren möchten Feriendorf auf ehemaligen Klärwerksgelände bauen . B-Plan-Entwurf auf dem Weg durch die politischen Gremien.

Hoffmann_passbild.jpg von
15. November 2018, 11:39 Uhr

Groß war der Diskussionsbedarf in der Sitzung des Hauptausschusses nicht. Die Beschlussvorlage zum Entwurf des Bebauungsplans Nummer 102 „Fokkerwerke Schweriner See“ wurde ohne viele Worte zu verlieren zur weiteren Beratung in die Fachausschüsse und die betroffenen Ortsbeiräte verwiesen. Nur Grünen-Fraktionschefin Cornelia Nagel meldete sich, ließ sich von Stadtplaner Andreas Thiele noch einmal ausdrücklich bestätigen, dass auf dem Areal an der Bornhövedstraße kein Wohngebiet, sondern lediglich Ferienwohnungen geplant seien.

Nach Angaben von Fachdienstleiter Thiele will der Eigentümer und Investor,
die Heine - Schulze - Feldmann (HFS) GbR, die Flächen um die früheren Fokkerwerke und im nördlichen Teil des ehemaligen Klärwerksgeländes für Freizeit- und Erholungszwecke sowie eine wassertouristische Nutzung entwickeln. Und die ersten Pflöcke sind auch bereits eingeschlagen: Hangar 19 der einstigen Fokkerwerke direkt am Schweriner See wurde grundlegend saniert und der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht (SVZ berichtete).

Die Halle ist Teil des neuen Feriendomizils, das auch unter dem Namen Hangar 19 firmiert. Dazu gehören ein Caravan-Stellplatz und sanitäre Einrichtungen sowie Sportboothafen. Laut Thiele möchte die Schweriner Investorengruppe auf dem alten Klärwerksgelände jetzt auch noch Ferienhäuser mit insgesamt 20 bis 25 Wohnungen errichten. Und um dieses Feriendorf gehe es insbesondere in dem Bebauungsplan, über den die Politik nun zu entscheiden habe.

Voraussichtlich im Januar werde die Beschlussvorlage nach dem Weg durch Fachausschüsse und Ortsbeiräte wieder zurück im Hauptausschuss sein, sagt Thiele. Dann könne der Ausschuss die öffentliche Auslegung des B-Plan-Entwurfs mit Begründung und Umweltbericht förmlich beschließen. Das letzte Wort über den Plan spreche danach die Stadtvertretung, so der Fachdienstleiter.

Die Verwaltung sieht für die betreffenden Flächen rund um die Bornhövedstraße ein so genanntes Sondergebiet „Tourismus und Freizeit“ vor. Am Seeufer werde es aber einen Fußweg für die Öffentlichkeit geben, versichert Thiele. Wörtlich steht in der Beschlussvorlage: „Der Uferweg wird nördlich über die privaten Flächen an der Fokkerhalle zur Bornhövedstraße weitergeführt. Dafür wird ein Gehrecht zu Gunsten der Allgemeinheit festgesetzt.“

Auf den Wasserflächen am Ufer dürfen maximal 40 Boote festmachen. Diese Obergrenze ergebe sich aus der naturschutzrechtlichen Prüfung, heißt es in der Beschlussvorlage.

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