zur Navigation springen

Lernen in Schwerin : Förderzentrum hat eine neue Lehrküche

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Sponsoren und Helfer machten es möglich: Beim Kochen und Backen finden Schüler der Körperbehinderten-Schule in Lankow jetzt optimale Bedingungen

von
erstellt am 23.Feb.2017 | 05:00 Uhr

„Ein Vier-Gänge-Menü werde ich wohl noch hinbekommen“, sagte Ministerpräsident Erwin Sellering. Nein, kochen musste der Regierungschef gestern nicht in der neuen Lehrküche des Mecklenburgischen Förderzentrums für Körperbehinderte in Lankow. Dafür verteilte er kleine Erinnerungsstücke an Schüler und Lehrer – Teile des roten Bandes, das zur feierlichen Einweihung standesgemäß durchtrennt wurde.

„Viele Köche verderben den Brei“, zitierte Schulleiterin Marion Dombrowski ein bekanntes Sprichwort. Auf die neue Lehrküche treffe das Wort aber nicht zu – im Gegenteil. Nur durch das Engagement ganz vieler Akteure sei es möglich gewesen, das Projekt auf die Beine zu stellen, die alte Küche aus dem Jahr 1996 zu ersetzen, erklärte Dombrowski.

Höhenverstellbare, robuste Arbeitstische mit Herdplatten und Spülen, Schränke mit geräumigen Auszügen, Platz für eine große Tafel – tatsächlich lasse die neue Küche keine Wünsche offen, betonten die Lehrerinnen Sandra Helm und Ramona Saeland, die bei dem gesamten Vorhaben die Fäden in der Hand gehalten hatten.

Gut 27 000 Euro hat die neue Lehrküche gekostet. Rund 20 000 Euro brachte die Schule aus eigenen Initiativen und mit Hilfe von Sponsoren auf, mehr als 6000 Euro steuerte die Stadt für die technischen Geräte bei. Antje Janku, Vorstandsvorsitzende des Schulfördervereins, dankte allen Unterstützern des Projekts, darunter auch dem Zentralen Gebäudemanagement der Stadt. Auch von Marleen Bank von der Schülervertretung gab es ein Dankeschön an alle Sponsoren und Helfer. „Ich freue mich, dass wir die Küche wieder nutzen können“, sagte sie im Namen von mehr als 200 Schülern.

Für den Unterricht im Wahlpflichtfach Kochen und Backen und für verschiedene Projekte soll die neue Küche genutzt werden, in der etwa ein Dutzend Kinder gleichzeitig eine Mahlzeit zubereiten können. Von der Schulkonferenz gab es zur Einweihung passenderweise einen Korb mit Lebensmitteln, darunter vor allem Nudeln.

Er komme immer wieder gern ins Mecklenburgische Förderzentrum, versicherte Ministerpräsident Sellering. „Ich finde es ganz toll, was an der Schule geleistet wird.“ Und wer weiß: Vielleicht wird der Regierungschef bei seinem nächsten Besuch auch selbst etwas kochen. Es muss ja nicht gleich ein Vier-Gänge-Menü sein.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen