Schwerin : Förderverein will aktiver werden

Werbung für das Residenzensemble: Die Mitglieder des Schlossvereins präsentieren sich am Welterbetag im Burggarten wieder  in historischen Uniformen und Kleidern.
Werbung für das Residenzensemble: Die Mitglieder des Schlossvereins präsentieren sich am Welterbetag im Burggarten wieder in historischen Uniformen und Kleidern.

Der 3. Juni ist in Deutschland Welterbetag und Schwerin feiert mit – heute: Der Förderverein will mehr Schweriner begeistern

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30. Mai 2018, 05:00 Uhr

Am nächsten Sonntag ist in Deutschland Welterbe-Tag. Schwerin feiert mit, wenngleich die Bewerbung der Stadt mit ihrem Residenzensemble des romantischen Historismus noch gar nicht in die Unesco-Liste aufgenommen wurde. Doch Stadt, Land und Förderverein wollen mit vielfältigen Aktionen signalisieren, wie ernst es Schwerin mit dem Antrag ist. Heute stellen wir die Arbeit des Welterbe Schwerin Fördervereins vor.

Als der Verein vor rund drei Jahren gegründet wurde, schrieb er sich auf die Fahnen, den Welterbegedanken unter den Bürgern zu verbreiten. „Jetzt ist es unsere vordringlichste Aufgabe, die ganze Region und ihre Menschen für die Idee des Welterbes zu begeistern“, sagte damals Norbert Rethmann, der Vereinsvorsitzende.

Ein Logo für die Welterbebewerbung und einen Slogan hat der Förderverein entwickeln lassen, Fahnen wurden aufgestellt, die Fußgängerzone überspannt ein Banner, Flyer wurden gedruckt. Für die Schulen wurde schon mehrmals ein Schülerwettbewerb ausgelobt. „Unser größtes Projekt ist bisher das Stadtmodell, das seinen Platz auf dem Alten Garten haben wird“, sagt Dorin Müthel-Brenncke, die im Vorstand für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Und der Veranstalter der Schlossgartennacht am 4. August plant viele Aktionen zum Thema Welterbe. Im Oktober wird es eine Veranstaltung des Fördervereins mit dem Theater geben. „Dann wollen wir die Preisträger der Schülerwettbewerbe einladen.“

„Uns ist schon bewusst, dass wir dem Termin der Entscheidung näher kommen und wir unsere Aktivitäten intensivieren müssen“, sagt Müthel-Brenncke. „Wir müssen mehr in die Breite gehen.“ Denn die Unesco legt großen Wert darauf, dass sich die Bürger mit dem Welterbe identifizieren. Dazu muss die Idee aber erst fest in den Köpfen verankert sein. Das ist aber noch nicht bei allen Schwerinern der Fall.

„Wir können die Arbeit nicht mehr allein ehrenamtlich leisten“, so Dorin Müthel-Brenncke. Deshalb hat der Verein Agenturen aufgefordert, Ideen für ein Marketingkonzept zu entwickeln. „Wir bewerten jetzt die vorgelegten Unterlagen und werden dann eine Agentur beauftragen. Wir brauchen diese professionelle Hilfe.“

Der Welterbetitel wäre eine große Chance für Schwerin. „Die Wirtschaft würde profitieren. Und der Titel würde den Bürgern bewusst machen, wie stolz sie auf ihre Stadt sein können“, sagt Dorin Müthel-Brenncke. „Damit können wir Schwerin dann auch mehr ins Bewusstsein des gesamten Landes heben.“

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