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Zeitung für die Landeshauptstadt

15. Dezember 2017 | 22:54 Uhr

Erfolgs-Kurs : Flüchtlinge lernen eifrig Deutsch

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

SBW Aus- und Fortbildungsgesellschaft organisiert Sprachkurse und ist begeistert vom Engagement der Ausländer

von
erstellt am 28.Okt.2015 | 12:00 Uhr

Sprache ist der Schlüssel zu Integration. Doch können angesichts der gewaltigen Flüchtlingswelle überhaupt ausreichend Deutschkurse angeboten werden? „Wir führen seit mehr als 20 Jahren solche Kurse in Schwerin durch und haben eine Menge Erfahrung“, sagt Veronika Wegrad, Geschäftsführerin der SBW Aus- und Fortbildungsgesellschaft für Wirtschaft und Verwaltung. „Und wir sind in der Landeshauptstadt der einzige vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zugelassene Träger für berufsbezogene Deutschkurse.“ Dank dieser zertifizierten Qualitätsparameter sei SBW ein sehr gefragter Partner.

„Derzeit haben wir an unseren fünf Standorten im Lande insgesamt 14 Klassen für Deutsch-Intensivunterricht“, ergänzt Stefanie Dreßler, die stellvertretende SBW-Chefin. Nächsten Monat beginne ein weiterer. Denn die Nachfrage sei groß. Für Flüchtlinge aus Syrien, Irak, Iran und Eritrea sei die Wahrscheinlichkeit, Bleiberecht in Deutschland zu erhalten, sehr hoch. Deshalb dürfen sie sofort nach der Erstaufnahme in Sprachkurse einsteigen. In 320 Stunden werden ihnen Grundkenntisse vermittelt. Danach folgt ein 60-stündiger Integrationskurs, in dem deutsche Kultur und Umgangsformen, deutsches Recht und gesellschaftliche Normen vermittelt werden. „Unterrichtssprache ist Deutsch“, erläutert Dreßler. SBW-Lehrer sprechen aber auch Englisch, Französisch, Spanisch, Arabisch, Griechisch und Russisch, so dass Verständigung immer möglich sei.

Beeindruckt ist Stefanie Dreßler von der Lernbereitschaft der Flüchtlinge. „Sie sind pünktlich und diszipliniert. Sie wollen unbedingt Deutsch lernen, denn sie wollen hier möglichst rasch arbeiten und dann ihre Familien nachholen.“ Die meisten seien gebildet und gut ausgebildet. Im Kurs von Lehrerin Ute Krüger sitzen beispielsweise Tischler, Fliesenleger, Ärzte, Journalisten, Händler, Studenten, Installateure oder Steinmetze. Schon nach den ersten zwei Unterrichtswochen können sie sich vorstellen und beginnen mit der Kommunikation auf Deutsch. Und deutsche Spielregeln hat Ute Krüger ihnen auch schon beigebracht.

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